Full text: Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

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Australischer Bund. 
Die 1911er Schur war die größte, die Australien bis jetzt gehabt hat. 
Wie sie sich auf die einzelnen Staaten verteilt und mit dem Vorjahre ver 
gleicht, zeigt die nachfolgende Zusammenstellung. 
1910/11 
1911/12 
Reingewicht 
Tonnen 
Ballen 
Anzahl 
Reingewicht 
Tonnen 
Ballen 
Anzahl 
Neusüd wales 
151 858 
1 023 750 
157 409 
1 036 767 
Viktoria 
48 209 
325 000 
51 8 22 
365 375 
Queensland 
53 401 
360000 
52 416 
349 56l 
Südaustralien 
22 547 
152 OOO 
22 190 
153 079 
Westaustralien 
11 904 
80250 
12262 
80765 
Tasmanien 
5 099 
34 378 
4170 
35 000 
Australischer Bund 
293 018 
1975 378 
300 269 
2 020 547 
Neuseeland 
78 448 
493 372 
76 972 
493 368 
Australasien: 
371 466 
2 468 750 
377 241 
2 513 915 
Diese Tabelle ist insofern nicht vollständig, als sie nur die ausgeführten 
Wollen, nicht aber die Käufe der australischen Industrie einschließt, die für 
das Jahr 1911/12 mit 101931 Ballen im Gewicht von 15293t angegeben werden. 
Dabei ist zu bemerken, daß letztere Menge die Wollen einschließt, die in 
Australien gekämmt und als Zug ausgeführt worden sind. 
Von der gesamten Wollerzeugung kamen im Berichtsjahre 1926926 Ballen 
oder 77 v. H. in Australien und Neuseeland zum Verkauf. Hauptverkaufsplatz 
war Sydney mit 773991 Ballen. Dann folgten Melbourne mit 399229, Bris 
bane mit 229345, Adelaide mit 147375, Geelong mit 128990 und Fremantle 
mit 1247 Ballen. In Tasmanien kamen 20317 Ballen zur Auktion, die sich 
auf Hobart und Launceston verteilten. Die Neuseeländer haben eine ganze Reihe 
von Verkaufsplätzen, in denen zusammen 226432 Ballen zugeschlagen wurden. 
Unter den in Australien verkauften Wollen waren 5 v. H. Lammwollen. 
Das Verhältnis zwischen Merino und Kreuzzuchtwollen hat sich weiter 
zugunsten der letzteren verschoben, indem sie im Berichtsjahre 28 v. H. der 
Gesamtausfuhr ausmachten gegen nur 26 v. H. im Jahre vorher. 
Wie bereits des öfteren bemerkt, ist diese Entwickelung keineswegs nach 
dem Geschmack der Käufer, die es von Jahr zu Jahr schwieriger finden, die 
Aufträge auf feine Wollen zu füllen. Augenscheinlich machen aber ihre Klagen 
bei den Züchtern wenig Eindruck. Sie freuen sich über die hohen Preise, lassen 
sich aber trotzdem die Verbesserung ihrer Zucht nicht mehr in dem gleichen 
Maße angelegen sein wie vor 30 bis 40 Jahren. Die Zukunft der Merinowolle 
hängt deshalb gänzlich von der Erschließung der nördlichen Hälfte des Kon 
tinents ab. Für dort sind schwerwollige Schafe ungeeignet. 
Die Kondition der Wollen anlangend, ist zu erwähnen, daß 93 v. H. der 
verkauften 1926926 Ballen Schweiß- und nur 7 v. H. gewaschene 
Wollen enthielten.
	        
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