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um das Privilegium für die andere, die New York-Hochbahn,
zu erlangen.
Der alte im Eisenbahnbau so gebräuchliche Kunstgriff,
eine Baugesellschaft zu organisieren, wurde auch beim Bau
der Hochbahnen angewandt. Eine Gesellschaft unter dem
Namen New Yorker Leih- und Betriebsgesellschaft wurde
gegründet, um die Bauarbeit auszuführen. Dieselben Män-
ner waren die Direktoren sowohl der Baugesellschaft wie
der Hochbahngesellschaften und schlossen betrügerische
Kontrakte mit sich selbst ab!). Kapitalisten und „Phil-
anthropen“ wie George M. Pullman?), John P. Kennedy und
andere hatten bei diesem betrügerischen Verfahren großen
Gewinn, sie heimsten gleichzeitig auch sonst durch manches
andere Verfahren derselben Art Reichtum ein.
Nachdem die ersten beiden Hochbahnen gebaut waren,
wurde ein neues Plünderungssystem entworfen und aus-
geführt. Eine „Manhattan“ genannte Gesellschaft wurde
mit einem Kapital von 2 Millionen Dollar konzessioniert,
offenbar, um Hochbahnen zu bauen. Aber sie baute
nicht einen einzigen Fuß; dieselbe Clique, die über die
New VYorker Leih- und Betriebsgesellschaft herrschte, trat
als Herrscherin über die Manhattan auf und verpachtete
die beiden vorhandenen Bahnen an die Manhattan.. Diese
Pacht kostete sie in der Tat wenig Geld bar; sie erhöhten
das Aktienkapital der Manhattan in unrechtmäßiger Weise
von 2 auf 123 Millionen Dollar und verteilten den Betrag als
Street und Fulton Ferry-Linie in der Stadt New York erlangt wurde, wurden
434 000 Dollar in Obligationen gratis verteilt. (The History of Public Franchises
in New York City, S. 121.) 1) Ebenda, ı2.
?) Über Pullman sind einige Tatsachen im ersten Bande dieses. Werkes vor-
gebracht worden. Ein weiteres Beispiel seiner Methoden und Ansichten zu ungefähr
derselben Zeit dürfte lehrreich sein. Nachdem Jacob Sharp im Jahre 1884 das
Magistratskollegium der Stadt New York durch bare Zahlung von 500 000 Dollar
verleitet hatte, ihm das Privilegium für die Broadway-Linie zu erteilen, gaben
die Besitzer des Privilegiums 952000 Dollar in Aktien und 2 500 000 Dollar
ın Obligationen für den Bau einer Linie aus, die nur drei Meilen lang war und
*atsächlich nur 160 000 Dollar kostete. Die Ausgabe dieser Obligationen war un-
gesetzlich und unehrlich. Pullman wußte davon und auch von der Bestechung.
Für Wagen, die er geliefert hatte, erhielt er 150000 Dollar von diesen Obligationen,
den Dollar zu 50 Cent gerechnet. — Report of, and testimony before, the
N York Senate Investigating Committee, „Senate Committee Broadway Railway,
1886‘. 181.