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Und dieses ist nur einer der vielen Paläste der Mitglieder
der Familie Gould.
Fünftes Kapitel
DAS VERMÖGEN VON BLAIR UND GARRETT
Vo John J. Blair hört man jetzt wenig, doch als er im
Jahre 1899 im Alter von 97 Jahren starb, hinterließ er
ein großes persönliches Vermögen, das man verschieden —
zwischen 60 und 90 Millionen Dollar — schätzte; sein
zum größten Teil auf seinen Sohn De Witt C. Blair über-
gegangener Reichtum bildete eines der großen Vermögen
in den Vereinigten Staaten. Hier war nach den Lieferanten
für die öffentliche Meinung einmal ein ehrlicher Mann;
hier war unbestreitbar ein Kapitalist von „ungewöhnlichem
kaufmännischem Instinkt,“ dessen Vermögen aus reinem,
gesetzlichem und rechtschaffenem "Tun hervorgegangen
war. „Länger als ein halbes Jahrhundert,“ sagte der Leit-
artikel einer Zeitung!) bei seinem Tode, „ist er einer der
führenden Kaufleute des Landes gewesen und länger als ein
Vierteljahrhundert einer der reichsten Männer der Welt,
da sein Vermögen auf 50 bis 100 Millionen Dollar geschätzt
wird, von denen jeder Pfennig ihm durch rechtliche
Kanäle zufloß und auf dem Wege zu ihm sowohl, wie später
in seinen Händen, neuen Reichtum schuf.“ Dies war keine
vereinzelt dastehende Lobpreisung; überall in den Spalten
der Presse ertönte dieser Sang, ohne irgendeinem Wider-
spruch oder einer Einwendung zu begegnen.
Eine Nachforschung über Blairs Laufbahn
Auf allen diesen ermüdenden Seiten haben wir weit und
breit mit äußerster Sorgfalt nach einem Vermögen gesucht,
das durch ehrliche Mittel erworben ist. Auch sind
die Methoden nicht an dem Kodex einer höheren Ethik
2) New York „Tribune‘, 27. August 1899.