Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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sie Gerechtsame, Grundbesitz, Geld und Gesetze für eine
große Zahl öffentlicher Unternehmungen, Eisenbahnen
und anderer Projekte hergäben.
Der wichtige Gesichtspunkt, der sich hier aufdrängt, ist
der, daß in jedem Falle, ohne Ausnahmen, der durch Betrug
 angesammelte Reichtum sogleich wieder benutzt
wurde, weitere Betrügereien ins Werk zu setzen, und daß
das klare Endergebnis dieser unaufhörlichen Betrügereien in
den großen Privatvermögen von heute zu erblicken ist.
Wir haben gesehen, wie das ursprüngliche Vermögen der
Astors in breitem Maße aus der Anwendung von Gewalt
und Betrug bei den Indianern und von List und Bestechung
im Osten stammte. John Jacob Astors ungeheurer Reichtum
geht zum größten Teil auf William B. Astor über. Einer aus
der dritten Generation, John Jacob Astor junior, wiederum
braucht als Vertreter seines Vaters, William B. Astor, einen
großen Teil seiner Gelder, um ein Hauptaktionär der New
Yorker Zentraleisenbahn zu werden und die New Yorker
Gesetzgeber dahin zu bestechen, daß sie dieser Eisenbahn
noch weiterhin äußerst wertvolle Bewilligungen und Spezialgesetze
 mit unberechenbar wertvollen Befreiungen gab.
John Jacob Astor junior baute nie in seinem Leben eine
Eisenbahn, er hatte keine Ahnung von Eisenbahnen; aber
vermöge seiner großen Einkünfte, die er hauptsächlich aus
Mieten bezog, konnte er genug Aktien kaufen, um sich in
die Reihe der Hauptaktionäre zu stellen, Und dann bestach
er mit den anderen Aktionären die Gesetzgebung, sodaß
sie weitere Gesetze erließ, die den Wert ihrer Aktien ungeheuer
 vermehrten.
Aus Untersuchungen und Berichten der Zeit geht klar
hervor, daß die New Yorker Zentraleisenbahn zu den
fleißigsten Parlamentsbestechern im Lande gehörte, wenn
das auch nicht viel besagen will in einer Zeit, wo jedes Staatsparlament
 ohne Ausnahme Geschenke an öffentlichem
Besitz und an Gesetzen für Gegengeschenke in bar machte,
und wo auch der Kongreß, wie durch offizielle Untersuchungen
 festgestellt ist, in verschwenderischster Weise
ebenso verfuhr?).
1) Vgl. den Dritten Teil dieses Werkes.
            
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