Full text : Währung und Handel

VÎT

(les  internationalen  Reichthums  hat  mit  den  Edelmetallströmungen  überhaupt ­
  nichts  zu  thun.  Eine  ungünstige  Zahlungsbilanz  könnte  blos
einen  zeitweiligen  Abfluss  der  über  den  Circulationsbedarf  hinaus
vorhandenen  Edelmetallbestände  hervorrnfen.  üebereinstimmung  der
continuirlichen,  säcularen  Edelmetallströmungen  von  den  Productionsgebieten
  der  Edelmetalle  nach  Europa  und  von  Europa  nach  Ostasien
mit  den  allgemeinen  Gesetzen  des  Handels-  und  Wechselverkehrs.  Die
europäischen  Staaten  haben  aus  allgemeinen  Gründen  regelmässige
säcnlare  Edelmetallzufnhren  zu  erwarten

VII.  Capitel.  Die  wirthschaftlichen  Nachtheile  isolirter  Währung.
Analogie  der  wirthschaftlichen  Wirkungen  isolirter  Metallvaluta  und  der
Papiervaluta.  Durch  beide  sind  die  Schwankungen  des  Geldwerthes
losgelöst  von  denen  auf  dem  Weltmärkte.  Dies  stört  den  Handel  und
die  Rechtscontinnität.  Der  Geld  wert  h  ist  desto  stabiler,  je  grösser  das
Verkehrsgebiet,  welches  das  nämliche  Münzmetall  besitzt.  Die  Wechselcourse
  isolirter  Silberländer  sind  ungünstig  aus  demselben  Grunde,  wie
die  der  Papierländer.  Isolirung  der  Währung  vertheuert  in  Ländern,
die  auf  fremdes  Capital  angewiesen  sind,  den  Zinsfuss,  macht  ihn  aber
allerdings  stabiler.  Die  höhere  Verkehrsentwicklung  in  Folge  der  Goldwährung ­
  macht  Erschütterungen  des  Handels  häuflger.  Abziehung  des
Geldes  aus  international  verschuldeten  Ländern  durch  Kündigung
seitens  der  internationalen  Gläubiger  ist  ein  Ding  der  TTnmöglichkeit.
Der  internationale  Geldbedarf  wirkt  blos  auf  den  Wechselverkehr,
nicht  auf  die  dauernden  Schuldverhältnisse.  Erklärung  der  englischen
Zinsfuss-Schwankungen  aus  dem  Reichthume  Englands.  Schädliche
Wirkungen  der  isolirten  Währung  auf  die  Staatsflnanzen

Vlli.  Capitel.  Der  Schlagschatz.
^•n  hoher  Schlagschatz  ist  wegen  seiner  isolirenden  Wirkung  schädlich,
-r  erschwert  die  Concurrenzfähigkeit  auf  allen  fremden  Märkten  bei
an  wie  bei  \  erkauf.  Er  schiebt  die  ausgleichende  Wirkung  der
ai  ungsbilanz  und  der  Wechselcourse  von  den  Preisverhältnissen  auf
•e  insfuMsverhältnisse.  TIebertreibung  Seyd’s,  der  von  der  Ermässigung
Schlagschatzes  allein  Unabhängigkeit  im  internationalen  Wechselverkehre ­
  erwartet

Capitel.  Die  Goldwährung  in  Oesterreich.

Gold  *,^*"*^*^*^  Herstellnng  der  Valuta  ist  in  Oesterreich  auf  Basis  der
als  w'ogen  des  billigeren  Zinsfusses  der  Goldanleihen  billiger
StatTt"^  der  Silberwahnpg.  Bei  Letzterer  könnten  allerdings  mehr
Kctährr"^^"  Gircnlation  gelassen  werden,  was  jedoch  wirthschaftlich
der  wäre.  Die  Münzreform  ist  in  Oesterreich  mit  Einziehung
Wilbermünze  und  mit  deren  Umprägung  zu  Scheidemünze  zu

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