ganz unabhängigen Grunde, nämlich wegen der inzwischen
eingetretenen Verbesserung der Communicationsinittel in Un
garn grösser sein musste als in Oesterreich ^), so stellt sich
das Verhältniss noch augenfälliger dar.
eisen, wie sie anf den KronRül^rn Bnstéhrad, Katzow nnd Kronporióain ver
kamen , sich zur besonderen Ueniilzung eigneten. Aus den für diese drei Orte
notirten Preisen wurden die Mittelwerthe gezogen, diese in Silber um gerechnet
und das Resultat in der naclil'olgenden Tabelle zusammengestellt.
Mittelpreise in Buêtëhrad ,
Oe. W.
1854
1855
1858
1857
1858
1859
1860
1861
1862
1866
1864
1865
Katzow und Kronporièain in
Silber.
Mauerziegeln Eisen
822 5g
921 6,
1063 7-
10-62 7.,
10-76 6*
937 %
8-67 8,
8- Tg
8- 95 8,
9- 99 9,
994 8g
1045 9,
*) Die Getreidepreise sind nämlich seit Beginn der Eisenbahnära, wie
E. Laspeyres so überzeugend nachgewiesen hat, in den Ländern, die einen
TTeberschuss producircn, in einer sehr raschen Steigerung begriffen, während
jene Länder, die zur Deckung ihres Bedarfes an Brodfrüchten auf den Import
angewiesen sind, zum Theile sogar einen Rückgang der Getreidepreise erfahren
haben. Nimmt man die Preise von 1821 bis 1840 gleich 100, so betrug die
percentuelle Höhe der Weizenpreise in
Perioden
1821—1840
1841—1850
1851—1860
1861—1870
Ungarn Böhmen Preusseu Frankreich
100 100 100 100
136 128 129 105
179 161 163 118
182 146 157 111
England
100
72
94
89.
Noch deutlicher tritt das Sinken der Getreidepreise in den Consumtions-
ländern im Verhältnisse zu den Preisen der Productionsgebiete hervor, wenn
man die Preise des Productionslandes Ungarn gleich 100, und die Preise der
anderen in Vergleich gezogenen Länder als Ratio daneben setzt. Es ergibt
dies dann das folgende Verhältniss:
Perioden
1821—1840
1841—1850
1851-1860
1861-1870
Ihigani
100
100
100
100
Böhmen
139
131
126
112
Prcusseii Frankreich England
143 216 287
136 168 195
130 142 151
123 135 140.
Die Erklärung dieser Erscheinung ist sehr einfach Die Eisenbahnen
ermöglichen in stets ausgiebigerer Weise die Bewegung der Getreidemassen
aus dem Productionslande in jenes Land, welches der Zufuhren bedarf; die