Full text: Die Social-Demokratie

32 H. Das Deutsche Reich u. die SociallDemokratie 
„unwiderleglich festgestellt worden, daß Metz und die Ba- 
„zaine'sche Armee nicht durch die Waffen der Deutschen 
„genommen wurden, sondern durch ganz plumpe, politische 
„Intrigue, wie sie eben einem Bazaine und seinen soulou- 
„quischcn Generälen gegenüber zureicht." 
Oder drei Nummern später (52): 
„Aber sämmtliche Oberbonzen des bewaffneten deutschen 
„Muckerthunls — die Armee nämlich — sollen cs weder 
„durch Reden noch durch Schweigen wagen, uns den Beweis 
„aufhängen zu wollen, daß die Sedan- und Metz-Armee 
„abgefangen werden mußten — daß es gar nicht anders 
„kommen konnte. Dreimalhunderttausend der besten fran 
zösischen Soldaten — konnten 500,000 Deutsche 
„— und mehr hätte man ihnen nie im freien Felde gegen- 
„übcr stellen können — zu solchen Tänzen zwingen, daß 
„an die verrückte Belagerung von Paris gar nicht zu denken 
„war." (vergl. 1873, 101). 
Männer wie Moltkc, dessen Name der gefeiertste der 
deutschen Heerführer ist, und der nebst vielen anderen für- 
ewige Zeiten auf den Dank der deutschen Nation einen ge 
rechten Anspruch hat, muß sich vom „Bolksstaat" (1874, 35) 
also tractiren lassen: 
„Der heilige Moltke, ob er dicke Bände schreibt, wie 
„er gethan, oder noch „dickere Bände schweigt" wie ihm 
„angedichtet wird, Moltke, dessen Werth in der Schnelligkeit 
„der Abschlachtnng, Quantität und Qualität der Abgeschlach- 
„teten zu suchen, der „heilige Moltke", die 9-Ccntimeter- 
„Kanone auf den Schädel geschnallt, das Mausergewehr quer 
„im Munde, die Shrapnelzündcr in den Nasenlöchern, das 
„„kräftige" Sabrebajonette und die „elegante" Uhlanenlanze 
„in der einen, den aus Beutegeldern gefüllten Dotationssäckel
	        
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