Full text: Die wirthschaftliche Bedeutung und Rentabilität des Elb-Spree-Canals

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Canals von Cöpenick bis Grödel bei Riesa. 
Für Canalfracht kommen vorzugsweise 
Charakteristik des Verkehrs 
und 
in Betracht. 
geschätztes Frachtquantum. 
Königl. Cöpenicker Forst. Dampfschiftährt. 1 Trau 
benzucker- und Stärkefabrik. 2 Dampfschneide 
mühlen. 1 Spritfabrik. 1 Fabrik von gequetschtem 
Pferdefutter. 1 Shoddyfabrik, 1 Bleiweiss- und 
1 Leimfabrik, 1 Dampfwäscherei, 1 Schwefel 
säurefabrik, 1 Tapetenfabrik, Färbereien, 4 Eta 
blissements. 
Rittergut. 1 Brennerei. 
Etabl. Falkenberg. 2 Ziegeleien. Gurkenbau. 
Bahnhof der Berlin-Görlitzer-Eisenbahn. 1 Hut 
fabrik (Dampfmaschinenbetrieb.) 1 Rouleaux- 
fabrik. 1 Metallgiesserei. 
1 Abdeckerei. 
Etabl. Adlermühle. Rittergut. 1 Brennerei. 1 
Ziegelei. 
Kieslagor. 
2 Etabl. Kienberg, Haidemeierei. Königl. Domaine. 
(Rittergut.) 1 Brennerei. 
Königl. Domaine Karlshof (Rittergut). 
Rittergut. 1 Brennerei. 
Gut. 
Etabl. Hankeis Ablage. 
Gut Wildau. 
5 Etabl. Duberow, Fasanerie, Frauensee, Gallnus- 
brück, Wüstemack. Königl. Domainengut. Königl. 
Königswusterhauser Forst. 1 Tapetenfabr. 1 Dampf 
schneidemühle. 
Rittergut. 
2 Ziegeleien. 1 Dampfschneidemühle. 1 Wasser 
mahlmühle. 
4 Ziegeleien. Waldungen. 
Etabl. Bindowbrück. 1 Ziegelei. 
Etabl. Friedrichsbauhof. 
Etabl. Prierosbrück. 
Für den Kreis Teltow kommen südlich von 
Köpenick ab bis ca. 1 Meile östlich und westlich 
von dem projectirten Canal belegen 
52 Ortschaften mit 3 104 bewohnten Häu 
sern und 34204 Ew. 
in Betracht. 
Seit der Zählung von 1875 hat sich die Be 
völkerung um 2 589 Seelen (8,2 %), die Häuserzahl 
um 225 (7,8%) vermehrt. 
Ermittelt wurden: 
an gewerblichen Anlagen; 
2 Abdeckereien, 1 Bleiweissfabrik, 5 Brauereien, 
1 Cementfabrik, 8 Dampfschneidemühlen, 1 Dampf 
wäscherei, 27 theils grössere, theils kleinere 
Etablissements für Bewirthung (Sommer-Restau 
rants), 4 Färbereien, 1 Gypsfabrik, 1 Hutfabrik, 
3 Kalkbrennereien, 1 Leimfabrik, 1 Malzfabrik, 
1 Metallgiesserei, 8 Wassermühlen, 1 Rouleaux- 
fabrik, i Shoddyfabrik, 1 Schwefelsäurefabrik, 
1 Spritfabrik, 2 Tapetenfabriken, 1 Traubenzucker- 
u. Stärkefabrik, 1 grössere Töpferei, 37 Ziegeleien; 
an landwirthschaftlichen Anlagen: 
7 Brennereien, 15 Rittergüter, in 8 Ortschaften 
grösserer Waldbau, Gurkenbau, ausserdem 2 Torf-j 
1 Gjq)s-, 2 Kieslager, das grosse Salzlager bei 
Speerenberg, nicht unbedeutende Fischerei. 
In diesem Bezirk hat die Wasserfracht die 
Concurrenz der Berlin-Dresdener und der Berlin- 
Görlitzer Eisenbahn zu bestehen, zumal der Letz 
teren, die von Köpenick ab über Königs-Wuster 
hausen bis zum Teupitzer See dem westlichen 
Ufer der Dahme (der zu corrigirenden Fortsetzung 
des Elb-Spree-Canals) ziemlich nahe bleibt. Trotz 
dem wird sowohl von der Landwirthschaft wie 
von der Industrie die Wasserstrasse, wie dies 
jetzt schon geschieht, für ihre Massengüter gern 
benutzt werden. Von Bedeutung ist, dass der 
Notte-Canal die Gegend bis Zossen dem Elb-Spree- 
Canal erschliesst und dass die zahlreichen Seen 
dieses und des Beeskow-Storkow’er Kreises mit 
verhältnissmässig geringen Kosten die Anlage wei 
terer Wasserwege als Seitenarme des projectirten 
Canals gestatten, von denen übrigens der Bau 
des einen oder anderen aus Privatmitteln schon 
2 Etabl. Liepe- und Rotheshaus. 
2 Etabl. Forsthaus und Brückenwärterhaus, Gr. 
Koriss und Rankenheim. 
Etabl. Marienhof. Rittergut. 1 Brauerei. 
Etabl. Körbiskrug. Rittergut. 1 Ziegelei. 
2 Ziegeleien. 1 Dampfsclmeidemühle. 1 Brauerei. 
1 Abdeckerei. Kalköfen. Töpferei. Torf. Notte- 
kanal. 
Kieslager. 
Rittergut. 1 Brennerei. 
5 Ziegeleien. 
jetzt in Erwägung genommen sein soll. 
Die Landwirthschaft dieses Bezirks wendet 
sich bei der Nähe von Berlin mehr und mehr der 
Viehwirthschaft zu, bedarf aber für ihren Boden 
der erleichterten Zufuhr von Düngemitteln. Be 
gehrt sind Sandsteine und Strassenbaumaterial, 
nicht minder billige Brennstoffe. 
Grosser Ausbeutung fähig sind die ausgedehn 
ten Kalkmergellager in der Notte-Niederung, von 
hervorragender Bedeutung das grosse Steinsalz 
lager von Speerenberg und dessen zu erwarten 
der Absatz nach dem ganz salzarmen Sachsen. 
Bei erleichterter Kohlenzufuhr und ermässigter 
Absatzfracht ist hier die Anlage chemischer Fa 
briken mit ähnlicher Entwidcelung wie in Stass- 
furt und Schönebeck nicht unwahrscheinlich.
	        
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