Full text: Die Deutschen im Auslande

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menhängenden Fragen hinzuwirken; den wirthschaftlichen und 
geistigen Zusammenhang der Deutschen im Auslande mit dem 
Vaterland zu erhalten und zu kräftigen; für alle auf diese Ziele 
gerichteten, in unserem Vaterlande getrennt auftretenden Be- 
strebungcn einen Mittelpunkt zu bilden." Die „Deutsche Kolo« 
nialgesellschaft" ist entstanden durch Verschmelzung des „Deut- 
schen Kolonialvereins" mit der „Gesellschaft für deutsche Koloni 
sation", welche Anfang des Jahres 1888 stattfand. Der 
ş,Deutsche Kolonialverein", der ältere genannter beiden Vereine 
hat sich wesentliche Verdienste erworben, indem er die Erkenntniß 
der Nothwendigkeit des Besitzes tropischer Kolonien und einer 
Regelung des Auswanderungswesens in nationalem Sinne den 
weitesten Kreisen zugänglich machte. Aus dem „Deutschen Ko- 
lonialverein" ging die „Deutsche Witu - Gesellschaft" und die 
Gesellschaft „Herman", deutsche Siedelungsgesellschast für Süd 
amerika, hervor. Die „Gesellschaft für deutsche Kolonisation" 
legte bekanntlich den Grund zu dem großen deutschen Kolonial 
besitz in Ostafrika, aus ihr ging die „Deutsch-Ostafrikanische 
Gesellschaft" hervor. Ihre, sowie ihrer Tochtergesellschaften kurze, 
aber außerordentlich inhaltreiche Geschichte findet eine vollständig 
erschöpfende Darstellung in I. Wagner's trefflichem Werke 
„Deutsch-Ostafrika" (Berlin 1888, 2. Auflage). Die „Deutsche 
Kolonialgesellschaft" sollte, seitdem die Regierung und zahlreiche 
Aktiengesellschaften die Erforschung und Ausbeutung unserer 
Schutzgebiete in der thatkräftigsten Weise in Angriff genommen 
haben, ihr Augenmerk vornehmlich einer praktischen Lösung der 
Auswanderungsfrage zuwenden; insbesondere sollte fie eine 
Auskunstsbehörde für Auswanderer einrichten, welche einiger 
maßen den an eine solche zu stellenden Ansprüchen genügte, wo 
möglich in Verbindung mit einem allgemeinen statistischen Amt 
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