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für das Deutschthum im Auslande. Erster Präsident der Deut-
scheu Kolonialgesellschaft ist zur Zeit Se. Durchlaucht der Fürst
zu Hohenlohe-Langenburg, zweiter Präsident Dr. Carl
Peters, Vorsitzender der „Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft."
Außer den genannten Vereinen, deren Ziele, obgleich bei
jedem derselben ein bestimmtes Arbeitsgebiet besonders in den
Vordergrund tritt, doch ganz allgemeine sind, besteht im Deut«
schen Reich eine zahllose Menge von größeren oder kleineren
Vereinen, welche ebenfalls die Förderung des Deutschthums im
Auslande ins Auge gefaßt haben, ihre Thätigkeit jedoch auf ein
enger umgrenztes Feld beschränken, das sie mit um so größerem
Erfolge zu beackern hoffen. So giebt es eine große Zahl von
Vereinen, welche die Ausfuhr- und Handelsbeziehungen gewisser
Städte oder Landschaften des Deutschen Reiches auf eine oder
die andere Art zu fördern suchen, sowie solche, welche ihr Augen
merk lediglich auf die Ausfuhr bestimmter Arten von Industrie-
erzeugnissen richten. Andere Vereine befördern durch ihre Arbeit
eine praktische Lösung der Auswanderungsfrage, so z. B. der
St. R a p h a e l s v e r e i n in Limburg a. d. Lahn. welcher
sowohl für das geistige als auch für das leibliche Wohl katholi-
scher deutscher Auswanderer Sorge trägt. Auf Afrika richten
ihre Thätigkeit die „ R a ch ti g a l - G e s e l l s ch a s t für va-
terländische Afrikaforschung" imb der „Verein
zur Förderung deutscher Interessen in Süd
afrika." Aus letzterem Verein ging die bereits erwähnte
„Deutsche Pondoland-Gesellschaft" hervor. Die von Herrn Dr.
Henrici begründete Rachtigal Gesellschaft bezweckt satzungs
gemäß, „die wirthschaftliche Nutzbarmachung der unter der Ho
heit des Deutschen Reiches stehenden Theile Afrikas, sowie die
Vergrößerung dieser Gebiete durch Aussenduug von Forschungs-