Full text : Die Deutschen im Auslande

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theils  in  Städten  zum  größeren  Teil  auf  dem  Lande.  Die
sächsischen  Dörfer  machen  zusammen  253  selbständige  Pfarrgemeinden
  aus;  viele  derselben  haben  eine  sehr  starke  Einwohnerschaft, ­
  nicht  selten  zwischen  3000  und  8000  Seelen.  Die  Bevölkerungsverhältnisse ­
  in  den  wichtigsten  Städten  des  Sachsenlandes ­

  gestalten  sich  wie  folgt:
Civilbewohner  Teutsche
Hermanustadt  19,285  12,010
Kronstadt  29,716  9,998
Cchäßburg  8,789  5,235
Bistritz  8,030  5,085
Mediasch  6.499  3,410
Mühlbach  6,140  2,000

2>ie  Sachsen  besitzen  durchweg  einen  ancrkennenswerthen
Rationalstolz,  an  dem  alle  Magyarisirungsversuche  scheitern.
Dieser  Rationalstolz  findet  seinen  Grund  vor  allen  Dingen  in
der  höheren  Bildung,  welche  dem  Sachsenvolke  im  Vergleich
mit  den  Magyaren  und  Walachen  eigen  ist.  Den  festesten  Hort
des  Deutschthums  in  Siebenbürgen  bilden  daher  die  vortrefslichen
  deutschen  Erziehungsanstalten  und  öffentlichen  Bibliotheken;
  von  letzteren  sind  allein  in  Hermannstadt  vier  vorhanden.
Der  Erhaltung  deutscher  Bildung  dient  auch  die  Presse  und
der  im  Jahre  1842  gegründete  „Verein  für  siebenbürgische
Landeskunde  .  Von  letzterem  sagt  Jung:  „Außer  seinem  jetzt
zwanzig  Bände  umfassenden  Vereinsarchiv  und  einem  Korrespondenzblatt
  hat  derselbe  die  Herausgabe  einer  langen  Reihe  von
Werken  veranlaßt  und  unterstützt,  welche  für  die  Geschichte,  wie
die  Kenntniß  der  natürlichen  Verhältniffe  des  Landes  die  werthvollsten ­
  Beiträge  geliefert  haben".  Den  auf  dem  Lande  wohnenden ­
  Sachsen  gewährt  ihre  eigenthümliche  Organisation  einen
            
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