edle deutsche Frau aus vornehmem österreichischem Hause, an
alle deutsch fühlenden Herzen ergehen läßt. Wahrlich, nicht
besser können wir unsere Betrachtungen schließen als mit den
prächtigen, halb wehmüthig klagenden halb hossnungsfreudig er
regten Strophen dieses wunderbar ergreifenden Mahnrufes.
M a h n r uf.*)
Durch die Lüfte rauscht ein Mahnen,
Einer Sturmesahnung gleich,
Reicht die Hände euch, Germanen,
In dem schönen Oesterreich!
Bildet eine heil'ge Gilde
Nicht allein durch Stahl und Erz,
Wahrt die besten eurer Schilde:
Deutsche Zunge, deutsches Herz!
Seht aus deutscher Erde quellen
Eurer Donau blaue Fluth:
Deutsche Tropfen ihre Wellen,
Deutsche Tropfen ener Blut!
Nicht nur in des Rheines Gauen
Sucht das deutsche Vaterland —
Lebt's nicht in den grünen Auen
Auch am alten Donaustrand'?
Singt das Lied der Nibelungen
Nicht von beiden im Verein?
Sprecht mit kindlich frommen Zungen
*) Das Gedicht ist verfaßt von Frau Gräfin Wilhelmine
Wickenburg'Almasi, in Musik gesetzt von Neinhold Becker.