Full text : Die Deutschen im Auslande

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Theile  ben  ersten  Ständen  angehörige  Deutsche,  nach  dem  letzten
Zensus  allein  55,679  im  Deutschen  Reiche  Geborene.  Die
Philadelpbier  „Deutsche  Gesellschaft  von  Pennsylvanien  zum
Schutze  deutscher  Einwanderer",  gegründet  am  25.  Dezember
1764,  ist  die  älteste  der  zahlreichen,  in  den  Vereinigten  Staaten
bestehenden  Gesellschaften  derselben  Tendenz  und  wurde  das
Vorbild  der  übrigen.  Außer  Philadelphia  sind  Pitts  bürg
und  Alleghany-City  als  Städte  zu  nennen,  in  welchen
das  deutsche  Element  zu  bedeutendem  Einflüsse  gelangte.
Auch  nach  dem  nahen  M  a  r  y  l  a  n  d  wandten  sich  früh
deutsche  Einwanderer,  was  sehr  erklärlich  ist.  da  vor  dem  Aufblühen ­
  New  -Vorks  Baltimore  nächst  Philadelphia  der
wichtigste  Einwanderungshafen  Amerikas  war.  Der  letzte  Zensus
giebt  in  Baltimore  34,051  in  Deutschland  geborene  Personen
an.  Einige  in  dieser  Stadt  blühende  Industriezweige,  wie  namentlich ­
  die  Pianofortefabrikation,  liegen  ganz  in  den  Händen
der  Deutschen.
Von  New-Pork  und  Pennsylvanien  breitete  sich  die  deutsche
Ansiedelung  über  die  ganze  Union  aus,  so  daß  jetzt  kein  Staat
derselben  da  ist,  in  welchem  nicht  wenigstens  einige  deutsche
Niederlassungen  vorhanden  wären.  Am  meisten  wurden  jedoch
von  den  deutschen  Einwanderern  die  westlich  und  nordwestlich
von  Pennsylvanien  gelegenen  Staaten  aufgesucht,  während  sie
Neuengland  —  eine  Ausnahme  bildet  Boston,  wo  eine
ansehnliche  deutsche  Kolonie  besteht  —  fast  unberührt  ließen.
Die  Staaten  Ohio,  Indiana,  Kentucky.  Illinois,
Missonri,  Kansas.  Nebraska,  Iowa,  Michigan,
Wisconsin.  Minnesota  bilden  ein  großes,  zusammenhängendes ­
  Wirthschaftsgebiet,  in  welchem  das  Deutschthnm  durch
die  Zahl  seiner  Angehörigen  und  durch  die  Ausdehnung  des
            
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