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beherbergen Maine, New-Hampshire, Vermont, Nord-Karolina,
Florida, Idaho, Wyoming, Utah und Neu-Mexiko.
Die Zunahme der Zahl der eingewanderten Deutschen
während der Periode 1870 bis 1880 war am größten in Dakota
(954,4 Vo), Colorado (381,6 "/o) und Washington (240,8 %);
über 100 % betrug sie außerdem in Arizona Nebraska, Oregon,
Utah, Arkansas und Kansas. Eine absolute Abnahme ist wäh-
rend dieser Periode nur zu konstatiren in Mississippi (um 13.7 •/<>),.
Tennessee (12,2 °/o),Louisiana, Virginien, Missouri und Maryland.
Ueber 20,000 eingewanderte Deutsche wohnen in folgenden
Städten: New-York (163,600), Chicago (75.200), Philadelphia
(55,800), Brooklyn (66,400), St. Louis (54,800), Cincinnati
(46,200), Baltimore (34,000), Milwaukee (31,500), Buffalo
(25,600), Cleveland (23,200), San Francisco (ca. 20,000).
Im Jahre 1870 bildeten die innerhalb der Grenzen des
jetzigen Deutschen Reiches geborenen Personen ca. 4,4 % der
Gesammtbevölkerung, im Jahre 1880 dagegen nur 3,9 '/0;
im Jahre 1880 waren jedoch unter den amerikani-
schen Bürgern 1,966,742 eingcwanderte Deutsche gegen
1,690,533 im Jahre 1870. Die Zahl sämmtlicher Angehöriger
der deutschen Nation in den Vereinigten Staaten, d. h. der-
jenigcn Personen deutschen Blutes, welche der heimischen Sprache
und Sitte treu geblieben sind, schätzt nach Jung unser seit
langer Zeit im statistischen Bureau zu Washington thätiger
Landsmann Pösche auf über sieben Millionen — das
würde ungefähr 14 Prozent der Gesammtbevölkerung bedeuten l
Von den in Amerika ansässigen Teutschen beschäftigen sich
den vorliegenden statistischen Angaben zu Folge 35,63 % mit
Fabrikwesen und Bergbau. 28 43 % mit Landwirthschaft, 14,76°/°-
mit Handel und Verkehr, 21,18 % sind Handwerker und Dienende