Full text : Die Deutschen im Auslande

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Daß  unsere  amerikanischen  Stammesgenossen  bei  einer
solchen  Anzahl  in  einem  Lande,  in  welchem  das  allgemeine  und
gleiche  Wahlrecht  herrscht,  einen  wichtigen  politischen  Faktor
bilden  könnten  und  bilden  müßten,  liegt  auf  der  Hand.  Trotzdem
besitzen  sie  in  den  gesetzgebenden  Körperschaften  des  Landes
keineswegs  eine  ihrer  Zahl  irgendwie  angemessene  Vertretung.
Man  hat  diese  Thatsache  unseren  Landsleuten  zum  Vorwurf
gemacht  und  auf  einen  Mangel  an  geistiger  Regsamkeit  zuriickzuführen
  versucht;  das  mag  der  Fall  sein,  vielleicht  verdienen
sie  jedoch  gelobt  zu  werden,  daß  sie  sich  im  Allgemeinen  fern
halten  von  jener  beispiellosen  Verderbtheit,  welche  das  politische
Leben  der  Vereinigten  Staaten  bekannter  Maßen  beherrscht.
Es  darf  nicht  vergesien  werden,  rühmend  hervorzuheben,  daß
die  amerikanischen  Deutschen  sich  dem  widerwärtigen,  heuchlerischcn
  Treiben  der  sogenannten  Prohibitionisten  stets  einmüth.g
entgegengestellt  haben.
Unter  den  vielen  Momenten,  welche  der  Erhaltung  unseres
Volksthums  in  der  Fremde  überhaupt  und  so  auch  besonders
in  den  Vereinigten  Staaten  Nordamerikas  dienen,  nehmen  solgende
  drei  unzweifelhaft  einen  hervorragenden  Rang  ein:  die
WA,  bk  beutle  Steife  unb  ba*  bwtfüe  Be:-einswe

  sen.
Nach  einem  Bericht  des  Herrn  Prof.  Wolffradt  übet
die  Statistik  der  deutsch-amerikanischen  Schulanstalten  am  17.
deutsch-amerikanischen  Lchrertage  im  Jahre  188«'.  beträgt  die
Ge,°mm.,°b>  bet  dê»  Schule»  2,«,  bie  bet  MH»
Scbtítãfte  6,772  und  biejenige  bet  beullche»  -tbulet  ,
Er  »Nb  ootbanben  301  öffentliche  Schule»  '■ 4 ' 7  be»li*en
Sebtkäfte*  unb  160,485  beulsche»  Schalet»,  NO  PttMlichulen
mit  388  fiebtitäften  »nb  15,812  Tchillee»,  825  >°tb°UIche
            
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