Object: Befreite Arbeit

drücken eben den Gesamtwillen aus, 
von dem der Wille des Einzelnen tatsächlich 
abweichen kann, aber dessen volle Kraft 
auch für sich selbst er nicht bestreiten kann. 
Vielleicht werden aber diese Erwägun- 
gen manchem zu allgemein erscheinen, und 
so werden wir uns erlauben, den Gedanken 
der Gegner der Militarisierung bedeutend 
greifbarer abzuschätzen. ” 
Warum ist die Arbeit des Sklaven die 
unproduktivste von allen Arten der Arbeit? 
Weil der Sklave nur einen einzigen Beweg- 
grund zur Arbeit hat: den Zwang. Alles 
übrige in ihm ist gegen die Arbeit. Er ist 
ja ein Gegenstand der Ausbeutung durch 
einen anderen Menschen, die Erzeugnisse 
seiner Arbeit fallen nicht ihm zu, sie wer- 
den ihm von einem andern, der sie sich an- 
eignet, gewaltsam fortgenommen. Dieser 
andere ist sein Feind, sein Bedrücker; er 
kann ihn nur hassen, und in bezug auf ihn 
kann er nichts — nicht eine einzige Bewe- 
gung — freiwillig leisten. 
Ist die Lage des Menschen, dem gegen- 
wärtig die Arbeitspflichf auferlegt ist, der 
der Arbeitsdiszplin unterworfen ist, eine 
solche? Hat und kann er keine anderen 
Beweggründe zur Arbeit haben als den 
Zwang? Es wäre ja sinnlos, dieses be- 
haupten zu wollen. 
Vor allem ist es klar, daß hier bei einem 
bewußten Menschen Beweggründe höherer 
Natur, Beweggründe der Nächstenliebe,
	        
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