Full text : Das Unternehmen und der Unternehmergewinn vom historischen, theoretischen und praktischen Standpunkte

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(auch  fremde)  und  quantitativ  und  qualitativ  geeignete  außerpersönliche ­
  Kapitalien.  Ini  Unternehmer  selbst  ist  eine  Arbeitsteilung
nach  ökonomisch-exakten  Gesetzen  unmöglich.  Die  Dienstbarmachung
aller  für  das  Unternehmen  notwendigen  Faktoren  enthält  seine  eigene
Körperlichkeit,  sein  Intellekt  und  sein  Temperament,  seine  Nähr-,
Lehr-  und  Wehrthätigkeit.  Schon  darin,  dass  er  eine  zweite  Person
(Geschäftsführer)  dies  zu  thun  beauftragen  würde,  entwickelt  er
alle  Arten  von  Thätigkeit  in  dreieiniger  Weise.
Alle  anderen  Produktionsfaktoren,  außer  den  persönlichen
Kapitalien  erster  Ordnung,  müssen  nicht  sein  Eigentum,  aber  ihm
dienstbar  und  verfügbar  sein,  so  die  persönlichen  Kapitalien  höherer
Ordnung,  insoweit  sie  das  Unternehmen  noch  erheischt,  und  dieselben ­
  nicht  durch  die  eigene  Person  aufgewendet  werden,  die  darauf
bezügliche  Arbeit,  und  die  verschiedenen  außerpersönlichen  Kapitalien.
Dagegen  werden  gewisse  Produktionsmitteln  höherer  Ordnung  in
seltenen  Fällen  sein  Eigentum  sein  können,  so  die  Wege  höherer
Ordnung,  die  Verkehrsmitteln  für  Sachen  (Eisenbahnen),  für  Mitteilungen ­
  (Post  und  Telegraph),  deren  Benützungsquote  er  als  sogenannte ­
  Regiekosten  an  andere  Unternehmungen  (auch  Staatsunternehmuugen)
  wird  bezahlen  müssen.  Auch  jene  Menschheitseinrichtungen, ­
  welche  ihren  gestaltenden  Einfluss  auf  jede  ökonomische
Lebensäußerung  ausüben,  und  deren  Grundtypen  im  Nähr-,  Lehrund
  Wehrstand,  im  Eigentume,  der  Rechtsordnung,  Ehe,  Kunst
und  Wissenschaft  erscheinen,  sind  niemals  ganz  seiner  Verfügbarkeit ­
  untergeordnet;  das  Maß  an  deren  Benutzung  muss  er  gleichfalls ­
  bezahlen  —  wir  nennen  das  Steuern.
Wenn  die  Unternehmung  zur  Wirtschaft  wird,  was  darin  liegt,
dass  sie  nicht  mehr  nach  Kapitalbilduug,  sondern  nur  noch  nach
Kapitalerhaltung  strebt,  dann  wird  die  Wehrthätigkeit  entfallen.
Die  Wirtschaft  kennt  keine  Wehrthätigkeit.  Wo  dieselbe  auftritt,
da  handelt  es  sich  um  keine  Wirtschaft,  sondern  um  ein  Unternehmen. ­
  Es  ist  auch  ein  Unternehmen,  seine  Wirtschaft  zu  verteidigen, ­
  weil  aus  der  Gefahr  des  Unterganges  die  neue  Kapitalbildung ­
  hervorwächst.'  Die  Wirtschaft  verzehrt  ihr  Einkommen.
Wenn  sie  aber  Kapital  erspart,  so  ist  das  Ersparen  Kapitalbildung,
’  also  ein  Unternehmen,  es  ist  die  Vereinigung  der  Produktionsfaktoren ­
  zum  Zwecke  der  Kapitalbildung;  denn  das  Sparen  ist
Nähr-,  Lehr-  und  Wehrthätigkeit  gegen  die  Natur,  gegen  die  Bedürfnisse ­
  in  Verbindung  mit  außerpersönlichem  Kapital,  und  das
Ergebnis  sind  Produkte,  deren  Werte  der  Konsumtion  entrissen
erscheinen,  Kapital.
            
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