Full text: Die Theorie des Geldes

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Capitel V. 
des Satzes auf Banknoten betrifft, in ihren Meinungen 
auseinandergehen, — mehr oder minder, wenigstens im 
Prinzip, zu dieser Theorie, die sie entweder in der 
Weise begründen, dass sie der im Umlauf befindlichen 
Menge an Geld einen unmittelbar bestimmenden Ein 
fluss auf die Nachfrage nach W a aren zuschreiben, 
d. h. behaupten, jede Vermehrung des im Umlaufe be 
findlichen Geldes rufe nothwendigerweise immer eine 
entsprechende Zunahme, jede Verminderung des im 
Umlaufe befindlichen Geldes (unter der Voraussetzung, 
dass kein Credit in’s Spiel komme, sondern alles, was 
gekauft werde, sofort baar bezahlt werden müsse) eine 
entsprechende Abnahme der Nachfrage nach Waaren 
aller Art hervor, oder aber, — was im Wesentlichen 
auf dasselbe hinausläuft —, dass sie das Geld selbst 
als einen Gegenstand der Nachfrage und des Angebots, 
wie jede Waare, und damit zugleich als einen Gegen 
stand der Werthbestimmung auf dem Waaren markte 
behandeln 
53) Vgl. Thornton, Inquir. into the Papor credit of Great 
Britain, Deutsch von Jacob (Halle 1803) p. 269, 270: „5o ist 
(1er Verkauf einer jeden JVaare ein zwiefaeher Handel, ob man ihn 
^leieh gemeiniglich nicht so nimmt. Ich meine nämlich, dass der 
Preis, zu welchem der Tausch {oder Verkauf) geschlossen wird, von 
zwei Umständen abhüngt: erstens von dem Verhältnisse d(‘s Vorraths
	        
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