fullscreen: Festschrift zur Feier des 250jährigen Bestehens der Freien Baugewerks-Innung Bauhütte zu Stade

| DieUnterstützungs- und Sterbekasse -er ALmmer- 
Ae/eüen.*) Nach -er Gefellenorünung vom Jahre lööZ erhielt 
L ein erkrankter Zimmergeselle, wenn er -essen beüurste, aus -er 
I Gesellenla-e einen Vorschuß. Diesen ausgelegten Setrag hatte -er 
^ Genesene wie-er an -ie La-e zurückzuzahlen. Starb ein Geselle, 
I so hielt -ie La-e sich für -ie entstan-enen Unkosten an -em 
Nachlaß -es verstorbenen scha-los. Seim Toöe eines Gesellen hatte 
I -ie Gesellenschast -ie Verpflichtung, Sen Toten zu tragen un- sich 
an -er Leichenfolge zu beteiligen. 
Diese Kasse wurüe 1819 zur Verpflegung«- un- Totenkasse er- 
Z weitert. M Seitrag zu -ieser Kasse wurüe monatlich erhoben: 
s) für einen verheirateten einheimischen Zimmergesellen zur ver- 
L pflegungskasse 2 gute Groschen, zur Totenkasse 2 gute Groschen, 
für Herbergsmiete un- gemeinsame Kosten 1 guten Groschen; 
s b) für einen unverheirateten Aimmergesellen zur Verpflegungskasse 
2 gute Groschen, zur Totenkasse H Schilling, für gemeinsame 
Unkosten 1 guten Groschen. 
Da -ie Unterstützungen -er verheirateten einheimischen Gesellen 
ß nicht immer ausreichten, so unterhielten -ie unverheirateten Ge 
sellen für sich noch eine beson-ere Verpflegungskasse. Hierzu zahlten 
? sie noch wöchentlich jeüer 1 guten Groschen. 
Gin zugereister Geselle zahlte an Einschreibgel- IS gute Groschen, 
ein Lehrling beim Lossprechen an Einschreibgel- S Mark. 
Nus -er Verpflegungskasse wur-e -em erkrankten Mitglie-e, ob 
verheiratet o-er nicht, wöchentlich 1 Reichstaler verabfolgt. Der 
unverheiratete erkrankte Geselle bekam -aneben noch 1 Reichstaler 
S gute Groschen aus -er Nebenkasse. 
Seim To-e eines Unverheirateten zahlte -ie Totenkasse -ie Se- 
erüigungskosten. Seim Ableben eines verheirateten Gesellen o-er 
seiner Ehefrau erhielten -ie Hinterbliebenen IS Reichstaler Kassen- 
I münze ausbezahlt. 
En-e Ser siebziger Jahre kam -ie Kasse -urch mehrere alte LNitglie- 
I -er, -ie -as Kranksein fast zum Gewerbe erhoben hatten, in verfall. 
Die Unterstützungen konnten nur zur Hälfte ausgezahlt werSen. 
*) Diese Unterstützungskasse bestand bereits seit 165$. (Jahresbericht 1$$4.) 
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