Vorwort.
Vil
unci über die Gilde der Schwarzenhäupter in Ri^a entstammten
ausschliesslich Mettigs Feder; an der Darstellung^ der Zeit nach
1621, die ausserhalb der Grenzen seiner Specialforschung
liegt, hat Mettig keinen Antheil mehr genommen.
Es mag im Übrigen schwierig sein, Fernerstehenden
völlig klar zu machen, was der eine und der andere der
beiden Unterzeichneten geleistet hat, und es lässt sich auch
bei dem regen Hriefwechsel zwischen beiden sowie dem mehr
fachen mündlichen Gedankenaustausche, besonders in den Jahren
1888, 1890 und 1893, kaum das geistige Eigenthum eines
jeden ganz streng auseinanderhalten. Den beiden Unterzeichne
ten scheint es aber auf eine genaue Abwägung in dieser Rich
tung auch gar nicht anzukommen. Sie betrachten das Buch,
das sie in treuer Anhänglichkeit an ihre Heimath und in der
Hoffnung, ihren Landsleuten damit einen Dienst zu erweisen,
unternommen haben, als ihr gemeinsames Werk und sind
beide bereit für die Unvollkommenheiten, die sich möglicher
weise an dieser oder jener Stelle finden sollten, einzustehen.
vSie hoffen aber angesichts der grossen Schwierigkeiten, die
es zu überwinden galt, auf die Nachsicht ihrer Leser.
Es hat eine lange Reihe von Jahren gedauert, bis die
Unterzeichneten das Werk soweit zu fördern vermocht haben,
dass es heute druckfertig vorgelegt werden kann. Krankheit,
I rauerfälle, Berufsarbeiten, die nicht aufgeschoben werden
konnten, schienen gelegentlich unüberwindbare Hindernisse
zu bilden und verzögerten die Fertigstellung. Nachdem glück
licherweise alle diese Umstände geschwunden waren, lag die
Hauptschwierigkeit in der Bestreitung der Druckkosten. Die
beiden Unterzeichneten waren leider nicht in der Lage neben
den Opfern an Zeit und Geld, (lie sie im Interesse der Sache