Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

3SS

Kürschner  und  russische  Pelzhändler.

63.  Kürschner  und  russische  Pelzhändler.
Rathsentscheidung  vom  17.  Febr.  1576.
Stadt-Arch.  in  Riga,  Schragenb.  Nr.  499,  S.  491  u.  492.  Vergl.  Einleitung  S.  2
Den  17.  Februarü  Anno  76.  ^
Seynd  für  die  Amtherrn  Matthias  Welling*  und  Herr  Gerhar
Hudde*  abermal  verbeschieden  die  Reuszen  in  der  reuszische**
Strasze,  und  ist  ihnen  voriger  Abscheid  von  Punckte  zu  PuncD
fürgelesen  worden,  worinnen  sie  abermal  gewilliget,  sich  demselhe**
hinfüro  gemäsz  zu  verhalten,  allein  gebeten,  dasz  ihne  die
mit  Dücker  zu  futtern  frey  sein  möchte,  welches  die  Herre
bewilligen  mögen.  Dieses  aber  haben  ihnen  dennoch  ihre  ehrb.  '
nachgegebe,  das  sie  die  Hüte,  so  sie  anitzo  mit  Duckern
hätten,  zwischen  hie  und  künftige  Ostern  verkaufen  sollten,  ^
der  Zeit  aber  sollten  sie  nicht  mehr  von  der  Wilde  bereit  bringt
laszen  noch  selber  sich  bereitn,  sondern  derselben  sich  m
keit  enthalten,  wobey  es  also  verblieben.

64.  Kürschner  und  russische  Pelzhändler.
Rathsentscheidung  vom  24.  Febr.  1580.
Stadt-Arch.  in  Riga,  Schrägen!).  Nr.  499,  S.  492.  Vergl.  Einleitung  S.  229

Den  24.  Februarü  Anno  So.  ^
Seind  erschienen  die  Reuszen  in  der  reuszischen  Straszen
haben  sich  wieder  dieser  Stadt  Korszner  beschweret,  dasz  sie  »
wieder  das  Alte,  die  Hüte,  so  mit  Dücker  gefüttert,  genom***^^
hätten,  bathen  derowegen  sie  beym  Alten  zu  erhalten.  Die  Körs^  ^
sagten  :  mit  ihren  littowischen  Wahren  hatten  sie  nichts  zti  t
die  vorige  Amtherrn  aber  und  ein  ehrb.  Raht  hätten  an  et
Punckten  zwische  ihnen  Richtigkeit  gemachet,  bähte  gleicher  Gest^_^
sie  dabey  zu  Schutz.  Die  Reuszen  seyn  gefraget  worden,
einig  schrifftlich  Privilegium  von  Alters  hätten,  worauf  sie
wertet;  Nein,  sie  hatte  nichts,  sondern  was  sie  von  vielen
alhier  in  dieser  guten  Stadt  genoszen,  das  wäre  aus  lauter
geschehen,  was  man  derhalben  nunmehr  nit  leiden  konnte,
musten  sie  auch  gedulde,  doch  bähte  sie,  so  viel  möglich,
willfahren.  Die  Körszner  bähte  auch  als  beschwerte  Bürgere
bey  ihrer  Nahrung  zu  schützen.

1  Böthführ,  Die  Rlgisclie  Rathslinie,  Nr.  4yt).
2  Ibid.  Nr.  501.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.