Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Kürschner. 
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der wahren in acht nemmen woltte und solle, up welchen fall 
amptherren neben gebührender straffe aver de billicheit tho hoW^o 
befohlen worden, die oberhandt einem erbaren rathe hiermit vor 
beheltlich. 
Das solches vom erbaren rathe also bewilliget und auszr^ 
geben den amptherren befohlen worden, bezeuge ich David Hichen « 
der kön. statt Riga secretarias. Actum den 22. Augusti anno i5^^' 
67. Kürschner. 
Amtsbeliebung aus dem 17. Jahrhundert. 
Stadt-Arch. in Riga, Schragenb. Nr. 499, S. 494 496. Vergl. Einleitung S- 
Zur Nachricht wie sich ein junger Meister, der seine Stücke 
machen will, verhalten solle. 
1) * Wann ein Meist^rssohn oder frembder Gesell, der 
Meisterwittwe oder Meisterstochter heurathen will, sich be>*^ 
Quartal angiebet, so giebt er den ersten Tag nichts, als das 
dem Amte angelobet dasselbe zu tuhn, was ein anderer vor ik*^ 
gethan hat; bittet das Amt verbotten zu lassen gegen den ande*"^ 
Tag um 9 Uhr. 
2) Des andern Tages des Morgens umb 9 Uhr zeiget er seij’ 
Grauwerck auf und giebt dabey 2 Flaschen Wein und Hutterkring 
musz auch 3 Rth. Carolin Manengelder erlegen, des Mittags 
er dem Amte ein Genügen thun mit 3 Eszen als Stockfisch, ^ 
fleisch mit Pflaumen und einen Kalbsbraten, wie auch Wein 
Hier, so viel denen Amtsmeistern beliebet. 
3) Wann aber ein Meisterssohn oder frembder Ciesell, der 
Meisterswittibe oder Tochter heurathen will, auszerhalb dem (Juart* 
das Amt begehret und seine Stücke ansagen will, so musz er d^i^ 
Amte einem halben Rth. Verbottgeld erlegen, es wird ihm 
itdo^ 
weil er ein Meisterssohn oder ein frembder, der eine Meistervvi 
oder Tochter heurathen thut, wiedergegeben, allein den 
erst^'' 
Tag musz er das Amt ebenfall tracktiren, des Morgens 
Flaschen Wein und Hutterkringel, des Mittags mit Eszen, ^ 
zur Zeitgelegenheit kann angeschaffet werden, wie auch Wein 
Hier, soviel dem Amte beliebet. 
1 Böthführ, Die Rigische Rathslinie, Nr. 523. 
Die Numeration rührt von derselben Hand her.
	        
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