der infolge der Störungen im Eisenbahnverkehr durch
den Schneesturm nicht hatte nach Washington kommen
können, nachträglich unterschrieb — sah die Bildung
eines Konsortiums unter der Führung von Morgan und
Belmont vor, das die Verschreibungen übernehmen
und das Gold liefern sollte. Die Goldverschiffungen
fielen sofort von mehreren Millionen täglich auf 30
bis 40000 Dollar. Die Krise war überwunden, der
nationale Kredit gerettet.
Kaum war jedoch die Gefahr vorüber, als auch
schon ein Sturm heftiger Kritik über die Mittel, mit
denen die Rettung bewerkstelligt worden war, los-
brach, Es wurde gesagt, der Goldlieferungsvertrag sei
schon eine ordentliche „Zitronenpresse”. Das Ge-
heimnis, in das die ganze Transaktion gehüllt war, er-
regte Argwohn., Da der Kurs der für den Goldkauf
ausgegebenen Verschreibungen sofort stieg, schienen
manche der Behauptungen nicht ganz ungerechtfertigt
zu sein. Die Kritiker hatten zwar recht, wenn sie
sagten, eine derartige Verhandlung zwischen der Re-
gierung und einer Anzahl Privatbanken sei nicht nur
von ideellen Überlegungen inspiriert gewesen, aber
sie waren ungerecht in ihren Angriffen auf die Beweg-
gründe und Ziele der Beteiligten. Besonders ungerecht
war, daß sie nicht wahrhaben wollten, daß Morgan
nicht nur Verluste für sich und seine Freunde, son-
dern auch für seine finanziellen Verbündeten riskierte,
als er die Garantie übernahm, die Goldausfuhr zum
Stocken zu bringen. Und wenn sie hinterher darlegten,
was man alles hätte tun können, ohne unparteiisch
den Zwang der außerordentlich ernsten Lage zu be-
tonen, so war das leeres Gerede.
Kurz zusammengefaßt bewirkte der Vertrag {fol-
gendes: die Regierung erhielt einen Partner, der sich
bereit erklärte. ihr Gold zu liefern. und zwar nicht
zw
e.