Full text : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

80

Farbe)  gebildet.  Sie  nehmen  fast  die  Hälfte  der  Karte  ein  und  zeigen
sich  überall,  wo  die  anderen  Formationen  aufhören,  ohne  besondere  Züge
zu  bilden.
Die  Menilit-Schiefer  (gelbe  Farbe)  erscheinen  in  drei  Punkten:
1  und  2.  Zwei  parallele  Züge  in  Mtzcina  Wielka  und  Laski,  die,
wie  bereits  früher  erwähnt,  weiter  gegen  N.  in  die  Gegend  von  Kryg,
Kobylanka  u.  s.  w.  hinüberstreichen.
3.  In  Loste  beginnt  unterhalb  der  Schächte  des  Herrn  Dr.  Fedorowicz
  ein  Zug,  der  sich  nach  Ropa  unter  dem  Heimberg  weitererstreckt.
Außerdem  haben  wir  auf  dieser  Karte  die  jüngsten  Schichten  unseres
Terrains  (Indigo)  ausgeschieden,  die  dem  oberen  Oligocen  anzugehören
scheinen  und  die  bereits  aus  unserer  Beschreibung  bekannt  sind.  Sie
bilden  in  diesem  Theile  unseres  Terrains  zwei  Züge,  nämlich:
1.  Der  erste  erscheint  in  der  Gegend  von  Rychwald,  2.  der  zweite
erstreckt  sich  von  der  Magura  malastowska  und  Magura  Hajnowska.
Den  diluvialen  Lehm  haben  wir  auf  unserer  Karte  nicht  berücksichtigt,
da  derselbe  eine  unbedeutende  Rolle  spielt.
2.  Zone  7.  Colomte  XXIV,  SW.
(Ropa,  Florynka,  S.  von  Grybów  re.)
Wenn  wir  unsere  Uebersicht  von  den  ältesten  Formationen  beginnen,
so  erblicken  wir,  daß  die  Aufbrüche  der  Ropianka-Schichten  resp.  der  rothen
Thone  sich  nur  auf  den  NO.-Theil  der  Karte  beschränken,  während  sie  im
SW.  vollständig  fehlen.
Durch  die  Ortschaft  Ropa  zieht  sich  ein  großer  Zug  von  Ropianka-Schichten,
  der  zweifellos  nichts  anderes  ist  als  die  Fortsetzung  des  Ausbruches
  von  Loste.  Es  wäre  jedoch  ganz  falsch  und  ungerechtfertigt,
wenn  wir  in  Folge  dieser  theoretischen  Annahme  diese  beiden  Vorkommnisse
mit  einander  verbinden  wollten,  denn  in  der  Wirklichkeit  sieht  man  in  der
Gegend  des  sog.  „mittleren  Meierhoses"  eine  Unterbrechung  durch  die
eocenen  Sandsteine.
Aehnlich  kann  man  auch  in  Ropa  selbst  diesen  Zug  nicht  continuirlich
darstellen,  denn  derselbe  wird  vielfach  durch  die  jüngeren  Schichten  zerrissen.
So  keilt  sich  z.  B.  am  Flusse  ein  schmaler  Saum  von  eocenen  nummulitenführenden
  Schichten  in  die  Strzolka  ein,  welches  Vorkommen  wir  doch
nicht  außer  Acht  lassen  konnten.
Wir  sahen  uns  genöthigt,  auch  die  Alluvioueu  des  Flusses  zu  berücksichtigen, ­
  denn  obwohl  es  fast  ganz  sicher  ist,  daß  der  Zug  sich  unterirdisch
fortsetzt,  so  vermag  man  doch  nicht  die  Mächtigkeit  der  Flußschottermasse
zu  bestimmen.  Die  geologische  Karte,  die  auch  für  praktische  Zwecke  dienen
soll,  darf  die  Alluvionen  nicht  auslasten,  denn  es  könnte  sonst  Jemand  sich
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.