nalen Absatz einen großen Markt zu sichern, gewährt, wird sofort
zurückgezogen werden, sobald man erkennt, daß die ganze Welt der
Markt sowie die Werkstätte der Welt ist. Solange die Konkurrenz ein
zelner Interessen und einer kapitalistischen Klasse die Produktion und
den Austausch betreibt, so lange werden die rivalisierenden Fabrikan
ten den Handel in solcher Weise zu regulieren suchen, daß ihnen der
Löwenanteil zufällt. Ebenfalls werden die Inhaber von Monopolen,
wie Grund und Boden, deren ökonomische Möglichkeiten durch jedes
Hindernis steigen, das dem internationalen Freihandel in den Weg
gelegt wird 1 , dieselbe Protektionspolitik unterstützen.
Aber vom Standpunkte des Arbeiters betrachtet, gestaltet sich die
Sache ganz anders. Austausch kann für ihn nur Verbrauch bedeuten.
Je freier der Handel ist, desto weniger unnütze Lasten hat der Arbeiter
zu tragen. Aus den Schutzzöllen zieht er keinen Gewinn, an hohen
Mieten profitiert er nicht, und hohe Preise geben ihm keine Dividen
den. Nur niedrige Preise, niedrige Mieten und Freihandel entsprechen
seinem Interesse. Als Arbeiter wünscht er Muße und hohe Löhne.
Dies können nur ein entwickeltes Maschinenwesen, eine wirtschaftliche
Produktion und ein System des ungehinderten Warenaustausches
verwirklichen. Als Konsument wünscht er zur Befriedigung seiner
leiblichen und geistigen Bedürfnisse Fülle und Mannigfaltigkeit, Quan
tität und Qualität. Dies ist nur zu erreichen, wenn ihm die ganze
Welt als ein Markt offen steht, wo er die in seiner eigenen Stadt oder
seinem eigenen Lande produzierten Waren austauschen kann. Es
mag richtig sein, daß der Arbeiter, der unter den kapitalistischen Be
dingungen lebt und den großen Schicksalsschlägen der industriellen
Kriegführung ausgesetzt ist, die der permanente und charakteristi
sche Zug dieser Bedingungen ist, in mancher Beziehung dazu verleitet
werden kann, den Schutzzoll als ein Heilmittel zu akzeptieren, das
die industriellen Beschwerden und Leiden sofort abstellt. Aber selbst
dieser flüchtige Reiz wird nicht in einem kollektivistischen Staate vor
handen sein, dessen Wohlfahrt und Höhe der Zivilisation ausschließ
lich von dem Umfange seines Austausches abhängen werden. Die Poli
tik der Schiedsgerichte, der internationalen Erörterung gemeinschaft
licher Probleme und der wirtschaftlichen Vereinbarungen, die sich
1 Dies setzt natürlich voraus, daß die Hindernisse des Austausches nicht so groß
sind, um die Durchschnittshöhe des Nationalreichtums zu verringern, so daß
die Renten und die Monopolprofite zusammen mit den Löhnen sinken müßten.
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