Metadata : Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Tripel

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Tropon

Tripel  (lat.  Terra  tripolitana,  frz.  und  engl.
Tripoli),  ein  gelblichgraues  oder  aschgraues,
bräunliches,  rotbraunes  oder  geflecktes,  lockeres
Mineral,  das,  gepulvert,  ein  bekanntes  Poliermittel
  abgibt,  kommt  in  zahlreichen  Gegenden
auf  Lagern  mit  Ton  und  mit  Quarzsand  sowie
nesterweise  in  verschiedenen  Sandsteinen  vor.
Er  besteht  im  wesentlichen  aus  Kieselsäure,  die
kleine  Beimengungen  von  Ton,  Eisenoxyd  und
Wasser  enthalten  kann,  und  hat  sich  in  vielen
Fällen  als  ein  Haufwerk  von  Kieselpanzern  vorgeschichtlicher ­
  Infusorien  erwiesen.  T.  findet
sich  in  verschiedenen  Arten  in  Deutschland,
Frankreich  und  der  Levante  und  hat  von  der
Stadt  Tripoli  in  Syrien  seinen  Namen  erhalten.
Bei  uns  wird  das  Mineral  im  Sächsischen  Erzgebirge, ­
  in  Böhmen  und  in  Tirol  gewonnen.
Französischer  T.  kommt  aus  der  Auvergne  und
Bretagne.  Eine  feine  und  leichte  graue  Art
liefert  auch  England  unter  dem  Namen  englische ­
  Erde.  Das  geschlämmte  Pulver  dient
zum  Putzen  und  Polieren  von  Metallwaren,  Spiegeln, ­
  Edelsteinen  sowie  bisweilen  auch  zu  Gußformen ­
  für  kleinere  Metallgegenstände.
Triphenylmethanfarbstoffe  bilden  eine  überaus ­
  wichtige  und  umfangreiche  Gruppe  von
Teerfarbstoffen  (s.  d.),  die  sich  alle  vom  Triphenylmethan,
  CH  .  (C 6 H 6 ) 3 ,  ableiten.  Je
nachdem  die  Phenylgruppen  stickstoffhaltige
oder  sauerstoffhaltige  Gruppen  aufnehmen,  unterscheidet ­
  man  die  beiden  Abteilungen  der
Amino-T.  (Fuchsoniminfarbstoffe)  undderOxy-T.
  (Fuchsonfarbstoffe).  Die  Aminotriphenylmethanfarbstoffe
  zerfallen  nach  der  Zahl  ■  der
vorhandenen  Aminogruppen  in  folgende  beiden
Unterabteilungen:  l.  Diaminotriphenylmethanfarbstoffe
  enthalten  zwei  Aminogruppen ­
  und  entsprechen  der  allgemeinen  Formel
C(C 6 H 5 )(CeH !l! .  NHj) 2 .  Sie  entstehen  bei  der
Wechselwirkung  aromatischer  Aldehyde  ,  (z.  B.
Benzaldehyd)  und  Basen  (z.  B.  Dimethylanilin}
bei  Gegenwart  von  Säuren  oder  Zinkchlorid  und
nachfolgender  Oxydation  der  anfangs  gebildeten ­
  Leukoverbindung.  In  die  Gruppe  gehören
vor  allem  Malachitgrün  (s.  d.);  Äthylgrün
(s.  d.)  (Neuviktoriagrün,  Brillantgrün,  Solidgrün), ­
  die  dem  Malachitgrün  entsprechende
Tetraäthylverbindung;Viktoriagrün3B  (s.d.),
Säuregrün  (s.  d.),  Patentblau  (s.  d.).  Auch
Chinolinrot  (s.  d,)  kann  hierhin  gerechnet
werden.  2.  TriaminotriphenyImethanfarbstoffe, ­
  deren  einfachster  Vertreter  das  p-Rosanilin
  (s.  d.)  ist,  entstehen  bei  der  Oxydation ­
  eines  Gemisches  von  Paratoluidin  und
anderen  aromatischen  Basen  mit  Arsensäure
oder  Nitrobenzol  (Fuchsin),  oder  bei  der  Oxydation ­
  einer  methylsubstituierte  Aminogruppen
enthaltenden  Base  (z.  B.  Dimethylanilin)  mit
Kupferchlorid  (Methylviolett),  ferner  bei  der
Kondensation  verschiedener  aromatischer  Basen
mit  Anilinbasen  u.  dgl.  und  nachfolgende  Oxydation. ­
  Der  wichtigste  Vertreter  dieser  Gruppe
ist  das  Fuchsin  (s.  d.),  von  dem  sich  zahlreiche ­
  weitere  Farbstoffe  ableiten.  Durch  Eintritt ­
  von  Kohlenwasserstoffresten  in  die  Amidogruppen
  entstehen  rotviolett  bis  blau  gefärbte
Substitutionsprodukte,  von  denen  die  Methylderivate ­
  am  meisten  rot  erscheinen,  während
die  Äthyl-  und  noch  mehr  die  Benzyl-,  Tolylund

  Phenylderivate  immer  blauer  werden.  Hierhin ­
  gehören  u.  a.  die  als  Hofmans  Violett
(s.  d.),  Methylviolett  (s.  d.),  Kristallviolett ­
  bezeichnten  Tri-,  Penta-  und  Hexamethylrosaniline,
  ferner  das  Äthylviolett  (Hexaäthylp-Rosanilin),
  Anilinblau  (s.d.,Tripheny!rosanilin)
  und  die  aus  ihnen  abzuleitenden  Sulfurierungsprodukte: ­
  Alkaliviolett  (Phenylmethyltetraäthyl-p-Rosanilinsulfosäure),
  Echtgrün  (s.  d.),
Alkaliblau  (s.  Anilinblau).  In  gewissem  Sinne
können  auch  Viktoriablau  und  Nachtblau
(s.  d.)  hierzu  gerechnet  werden.  —  Die  Oxyfriphenylmethanfarbstoffe
  entstehen  dadurch,
daß  in  die  Phenylreste  Hydroxylgruppen  eintreten.
  Ihre  wichtigsten  Vertreter  sind  Aurin,
Rosolsäure,  Chromviolett,  die  in  besonderen
Abschnitten  besprochen  werden.
Trockenelemente  sind  leicht  zu  befördernde
galvanische  Elemente,  bei  denen  der  flüssige
Elektrolyt  mit  porösen  Stoffen  wie  Holzmehl,
Filz,  Schwamm,  Glaswolle,  oder  mit  Mineralstoffen ­
  wie  Kieselgur,  oder  endlich  mit  gallertartigen ­
  Stoffen  gemischt  ist,  so  daß  ein  Verspritzen ­
  ausgeschlossen  erscheint.  Als  negativer
Pol  dient  meist  ein  Zinkzylinder,  in  dem  sich
der  Elektrolyt  befindet,  als  positiver  Pol  eine
Kohlenplatte,  doch  können  natürlich  auch  andere
galvanische  Elemente  in  diese  „trockne  Form“
gebracht  werden.
Trochisci  (frz.  Tablettes  ou  Pastilles,  engl.
Lozenges),  die  lateinische  Bezeichnung  für  Pastillen, ­
  Plätzchen,  Tabletten  (s.  d.).
Tropaeolin.  Diesen  Namen  führen  verschiedene ­
  Teerfarbstoffe,  die  zum  Teil  auch  noch
mit  anderen  Bezeichnungen  belegt  werden.
Tropaeolin  o  (Gelb  T,  Goldgelb)  besteht
aus  der  Natron  Verbindung  des  Sulfanilsäureazoresorzins
  und  bildet  ein  braunes,  in  Wasser  mit
rötlichgelber  Farbe  lösliches  Pulver,  das  Wolle
im  sauren  Bade  rötlichgelb  färbt.  Tropaeolin ­
  00  soll  nach  einigen  Angaben  mit  Säuregelb ­
  (s.  d.)  identisch  sein.  Tropaeolin  000
Nr.  1  (Orange  I,  Alphanaphtholorange),
ein  rotbraunes,  in  Wasser  mit  orangeroter  Farbe
lösliches  Pulver,  färbt  Wolle  im  sauren  Bade
orange.  Tropaeolin  000  Nr.  2  (Orange  II,
B  etanaphtholorange,  Goldorange),  ein
gelbrotes,  in  Wasser  mit  rotgelber  Farbe  lösliches ­
  Pulver,  färbt  wie  das  vorige.  Die  beiden
letztgenannten  Farben  sind  die  Natronsalze  des
Sulfanilsäureazonaphthols  und  unterscheiden
sich  nur  dadurch,  daß  die  Sorte  000  Nr.  1  aus
Alphanaphthol,  die  Sorte  000  Nr.  2  dagegen  aus
Betanaphthol  bereitet  wird.  Tropaeolin  0000
(Azokokzin  G),  ein  rotbraunes  Pulver,  färbt
Wolle  im  sauren  Bade  ziegelrot,  scheint  aber
nicht  mehr  im  Handel  zu  sein.  Tropaeolin  D
(Orange  III)  ist  Methylorange  (s.  d.).  Tropaeolin ­
  G  ist  Metanilgelb  (s.  d.).  TropaeolinR
  (Resorzingelb),  ein  braunes,  in  Wasser
mit  rötlichgelber  Farbe  lösliches  Pulver,  färbt
Wolle  rötlichgelb  und  besteht  aus  dem  Natronsalze ­
  des  Sulfanilsäureazoresorzins.  Tropaeolin ­
  Y,  ein  braungelbes  Pulver,  besteht  aus  dem
Natronsalze  des  Sulfanilsäureazophenols,  scheint
aber  nicht  mehr  im  Handel  vorzukommen.
Tropon.  Dieses  von  Prof.  Finkler  in  Bonn
hergestellte  Nährmittel  bildet  ein  ziemlich  feines
trockenes  Pulver  von  gelbbrauner  Farbe,  ohne
            
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