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können, daß ihnen dergleichen Arbeiten zugemuthet werden, während
ihre übrigen Mitbürger durch Zuweisung angenehmerer und leichterer
Beschäftigungen vor ihnen bevorzugt seien.
Nicht minder unzufrieden würden die Mitglieder solcher Staatszwangsgenossenschaften
sein, deren Erzeugnisse für sie nur einen
geringen und der darauf verwendeten Miihe und Arbeit nicht entsprechenden
Lohn abwerfen. Sie würden mit Neid und Verdruß
auf höhere Gewinne erzielende Genossenschaften blicken und fragen:
ist es recht, daß uns, die wir doch nicht minder fleißig und gut
arbeiten, als die Mitglieder jener Genossenschaften, ein geringerer
Lohn zu Theil wird, als diesen?
Am häufigsten und lautesten würden jedoch diejenigen murren
und klagen, welche auf ihren Anlagen «nb Fähigkeiten nicht entsprechende
Posten gestellt zu sein glauben. Aber selbst übermenschlichcm
Scharfblick und peinlichster Gewissenhaftigkeit würde es unmöglich
sein, für jeden Einzelnen den geeignetsten Posten aussindig
zu machen.
Wenn auch bei der heutigen freien Concurrenz vielen das erhoffte
Glück nicht kommen zu wollen scheint, oder es ihnen noch
nicht gelungen ist, den richtigen Berns zu finden, in welchen! sie
nach Maßgabe ihrer Fähigkeiten und Neigungen am meisten nützen
und dadurch die größtmögliche Selbstbefriedigung erlangen können,
so richtet doch ihr Mißmuth über die vielfachen Täuschungen und
fehlgeschlagenen Hoffnungen sich heute nicht gegen den Staat, weil
sie wissen oder fühlen, daß sie bei freier Selbstbestimmung auf sich
selbst gestellt sind und daß cs daher auch ihre Sache ist, so lange
nach dem zum erwünschten Ziele führenden Wege zu suchen, bis er
gefunden ist.
Ganz anders aber würde cs sich im Zukunftsstaate verhalten;
denn hier soll die Jugend in untergeordneten Beschäftigungen mindestens
so lange geduldig warten, bis ihr Berns zu wichtigeren
Arbeiten und Gelegenheit zu diesen sich herausgestellt hat. Es
würde also derselben ein großes Maaß von Selbstbeschränkung