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trotz der Hetzereien und der Behauptung ihrer Führer, daß Vor-
schußvercine den Arbeitern nichts nützten, sich immermehr um die
Mitgliedschaft bewerben.
Bezüglich einer zweckmäßigen Organisation derartiger Vorschuß-
und Kreditvcreinc verdient die nach dem Raiffeisen'schen Systeme
den Vorzug, weil die Darlehnc durch gleiche Solidarhaft aller
Mitglieder und durch Stellung von Bürgen Seitens der Schuldner
gegen Verluste sicher gestellt sind und wegen dieser doppelten Ga
rantie Kapitalien zu 4 und 4y//o leicht zu beschaffen sind. Die
selben werden an die Mitglieder nur zu 5% wieder ausgeliehen.
Da aber die Schuldner bei Empfang des Darlehns ein für alle
Mal eine Provision von pro 3 Monate und von 1% pro
Jahr der Schuldzeit zu zahlen haben, so wird in 20 bis 25 Jahren
ein Reservefonds vorhanden sein, welcher es dem Vereine ermöglicht,
mit eigenen Mitteln auszukommen.
Die Verwaltung verursacht um deswillen wenig Kosten, weil
die Vorstandsmitglieder der einen Centralvcrein umfassenden kleinen
Bezirksvcrcinc außer Ersatz ihrer baaren Auslagen keinen Gehalt
beziehen, ihr Amt als Ehrenamt umsonst verwalten und nur der
Rendant eine dem Geschäftsumfange entsprechende Remuneration
erhält; in den Vereinen ist grundsätzlich die Politik ausgeschlossen,
so daß sie weder Brutstätten politischer Agitation werden, noch
einträgliche Sinecuren für politische Freunde schaffen können; jedes
Mitglied hat in der Generalversammlung nur eine Stimme ohne
Rücksicht auf die Höhe der etwaigen Einlagebeträge, svdaß Majori-
sirung der Gesellschaft durch eine Minorität unmöglich ist.
bb. Wohstoff-Genossenschaften.
Alsdann ist man in Deutschland zur Gründung von Rohstoff-
Genossenschaften übergegangen. Der Nutzen derselben ist sehr be
deutend; denn durch deu gemeinsamen Einkauf der Rohstoffe im
Großen aus erster Hand und deren Ablaß in kleiner, Partieen zu
den Engrospreisen mit einem Aufschlage von etwa 5% behufs