Full text : Preußisches Landbuch

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von  Gemeinde-Mitgliedern  und  von  Freunden  und  Verehrern  des  beliebten ­
  Kanzelreducrs  zur  Anschaffung  einer  neuen  Kanzel-  und  Altarbekleidung ­
  die  Summe  von  500  Thlrn.  aufgebracht.  Da  von  diesem
Betrage  noch  ein  Theil  übrig  geblieben,  so  ist  derselbe  als  Grundkapital
zu  einer  „Friedrich  Arndt'schen  Konfirmanden-Stiftung"  angelegt  und
es  sollen  von  den  Zinsen  des  sich  vermehrenden  Kapitals  arme  Konfirmanden ­
  mit  Kleidungsstücken  rc.  versehen  werden.
v.  Arnimsche  Familien-Stiftnng.
Nachdem  der  Familie  v.  Arnim  das  Präsentations-Recht  zum  Herrenhause ­
  verliehen  worden  ist,  bestimmte  das  über  die  Ausübung  dieses
Rechts  vereinbarte  Statut  vom  28.  Oktober  1856,  landesherrlich  bestätigt ­
  23.  März  1857,  daß  der  Familientag  befugt  sein  soll,  von  jedem
Familiengliede,  welches  zur  Wahl  zum  Herrenhause  berechtigt  ist,  einen
jährlichen  Beitrag  zu  Familicnzwecken  bis  zur  Hohe  von  25  Thlr.  auszuschreiben ­
  und  durch  den  Familien-Borstand  einziehen  zu  laßen.  Die
Zinsen  des  zu  sammelnden  Kapitals  sollen  später  dazu  verwendet  werden, ­
  unbemittelte  Familienglieder  behufs  des  Eintritts  in  eine  Laufbahn
zu  unterstützen.  Vorsitzender  des  Familien-Vorstandes  ist  zur  Zeit
Graf  v.  Arnim-Boytzenburg.
v.  Arnimsche  Stiftung  zu  Berlin.
Fräulein  Auguste  Wilhelmine  v.  Arnim  (t  4811)  setzte  letztwillig  ein
Kapital  von  2000  Thlr.  aus,  von  dessen  Zinsen  armen  Mädchen  zu  je
25  Thlr.  jährlich  Erzichungsgeldcr  gegeben  werden  sollen.  Die  Verwaltung ­
  der  Stiftung  ist  der  Schindlerschen  Legaten-Kaffe  (s.  d.)
übertragen.
v.  Arnimsche  Stiftung  zu  Schwedt.
Aus  den  Zinsen  eines  Kapitals  von  50  Thlr.  sollen  mittellose  Knaben,
welche  die  höhere  Bürgerschule  iu  Schwedt  besuchen  und  sich  durch
Regelmäßigkeit  des  Schulbesuchs,  Reinlichkeit,  Sittsamkeit  und  Fleiß
auszeichnen,  durch  Verabreichung  der  nöthigen  Bücher,  Schreib  -  und
Zeichnen-Materialien  unterstützt  werden.
Israel  Aronsche  Familien«Stiftung,
im  Jahre  1788  zu  Ottweiler  von  dem  aus  Illingen  stammenden  Israel
Aron  mit  3500  Gulden  begründet.  Dieses  rentbar  anzulegende  Kapital ­
  soll  den  Zweck  haben,  in  der  Folge^  armen  Töchtern  aus  der
Familie  des  Erblassers  oder  seiner  Frau  Heiraths-  Ausstattungen  im
Betrage  von  300  Gulden  zu  gewähren.  Die  Verwaltung  der  Stiftung ­
  steht  Mitgliedern  der  jüdischen  Gemeinde  zu  Ottweiler  unter  dem
Vorsitze  des  Bürgermeisters  zu.
Kaspar  Arnstein,
Kaufmann  zu  Berlin  (t  1849)  vermachte  einen  Theil  seines  Vermögens,
angeblich  62,550  Thlr.  zu  einer  Familien-Stiftung,  die  aber  nach  20
oder  25  Jahren  eine  gemischte  Stiftung  werden  soll,  je  nachdem  dann
die  Testaments-Exekutoren  über  die  Ausführung  des  letzten  Willens
            
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