Full text : Preußisches Landbuch

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Norm  ann  sche  Legate.
Der  1856  +  reiche  Rentier  Moritz  Normann  zu  Berlin  setzte  theils
die  Gesellschaft  der  Freunde  und  eine  große  Zahl  dortiger  gemeinnütziger ­
  Stiftungen  und  Anstalten  zu  Erben  seines  Nachlaßes  ein,
theils  vermachte  er  ihnen  bedeutende  Legate.  S.  die  einzelnen  Artikel.
Jakob  Norrmann,
zu  Berlin,  vermachte  (1823)  9000  Thlr.,  die  Zinsen  werden  von  drei
Kuratoren  zur  Unterstützung  hülfsbedürftiger  Familienglieder  verwendet.
(Lisco  S.  398.)
N  Gras  Nostitz  sche  Invaliden  Stiftung  zn  Zobten.
Der  Gutsherr,  General  der  Kavallerie,  Graf  v.  Nostitz  begründete
nach  den  Freiheitskriegen  mit  2000  Thlr.  eine  Stiftung,  aus  welcher
an  Invaliden  der  Herrschaft  Zobten  (Löwenberg)  periodisch  Unterstützungen
gezahlt  werden.  Kuratoren  der  Stiftung  sind  der  jedesmalige  Besitzer
der  Zobtener  Güter,  der  ev.  Geistliche  und  der  Schulze.
v.  Nostitz  sche  Stipendien-Stiftung.
Johann  Gottlob  Erdmann  v.  Nostitz  auf  Ruppersdorf  in  der  Ober-Lausitz
  begründete  1)  ein  Universität--  Stipendium.  Genußberechtigt
sind  zunächst  die  aus  Oberlausitzer  Häusern  oder  Familien  abstammenden ­
  v.  Nostitz,  welche  mit  dem  Stifter  verwandt  sind,  sodann  andere
aus  dem  v.  N  osti  tzschen  Geschlecht,  endlich  auch  andere  Oberlausitzsche
Adelige.  Das  Stipendium  ist  an  den  Besuch  der  Universitäten  Leipzig
oder  Halle  gebunden;  2)  ein  Militair-Stipcndium;  3)  drei  Fräulein-Stipendien.
  Die  Verleihung  steht  den  Kommunal-Ständen  der  Ober-Lausitz
  zu.
Nothstands-Fonds  des  Kreises  Lublinitz.
Ein  nach  einem  besonderen  Regulativ  verwalteter  Fonds,  aus  welchem
Unterstützungen  an  dürftige  Kreis-Einsassen  gewährt  werden,  welche
durch  Ueberschwemmung  und  andere  Unglücksfälle  in  Nothstand  versetzt ­
  sind.  Der  Bestand  erreicht  die  Summe  von  etwa  1800  Thlr.
Novum  bencficium  zn  Schlawe  (Pommern).
Eine  milde  Stiftung  mit  2200  Thlr.  Kapital  und  einigen  Grundstücken. ­
  Aus  dem  Ertrage  werden  Stipendien  für  arme  Studirende
und  eine  Aussteuer  für  arme  unbescholtene  Mädchen  bei  ihrer  Verheirathung
  gezahlt.
v.  Nüßlerscheö  Stipendium.
Landrath  v.  Nüßler  bestimmte  (1774)  sein  Gut  Weißensee  zu  einer
Stipendien-Stiftung  für  unvermögende  Adelige  des  Nieder-Barnimschen
Kreises  und,  in  Ermangelung  solcher,  für  diejenigen  des  Ober-Barnimschen
  und  Teltowschen  Kreises,  welche  in  Halle  Jura  studiren.  Der
Stipendiat  soll  vom  19  ten  Jahre  ab  auf  3  Jahre  jährlich  300  Thlr.
nebst  50  Thlr.  für  die  Reise  zur  Universität  und  die  erste  Einrichturlg
und  50  Thlr.  für  eine  Dissertation  erhalten.  Die  Wahl  der  Stipendiaten ­
  ist  dem  Kultus-Minister  übertragen.  Die  Stiftung  ist  später
            
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