Full text : Preußisches Landbuch

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Rheinisch  Westphcilischc  Pastoral  Gehülfen  oder  Diakonen-Anstalt  zn  Duisburg.
Sic  besteht  seit  1844  ursprünglich  zu  dem  Zwecke,  für  Förderung  der
Armen-,  Kranken-,  Kinder-  und  Gcfangenen-Pflege  durch  Borbildung
von  christlich  gesinnten  jungen  Männern  und  ihre  Aussendung  thätig
zu  sein.  Später  trat  die  Rettung  verwahrloseter  Kinder  und  die
Krankenpflege  in  den  Vordergrund,  zu  welchem  Ende  eine  Schule  für
Knaben  und  ein  Krankenhaus  mit  der  Anstalt  verbunden  wurde.  Letzteres ­
  bietet  den  Brüdern  Gelegenheit  zur  Vorbildung  und  Uebung  in
der  Krankenpflege.  Sie  werden  dann  auf  Begehren  auch  nach  außerhalb ­
  zur  Ausbildung  ihres  Berufs  entsendet.  Ende  1859  befanden
sich  im  Dienste  und  Verbände  der  Anstalt  84  solcher  Krankenpfleger
oder  Diakonen.  In  der  Rhen,Provinz  waren  im  Ganzen  86  in  bestimmter ­
  Stellung  thätig,  in  Westphalen  7,  außerhalb  dieser  Provinzen
17.  Sie  waren  theils  als  Krankenpfleger  und  Hausväter  in  Äraukenund
  Armenhäusern,  theils  als  Gemeinde-  Diakonen,  Kolporteure,
Stadt-Missionare,  Erziehungs-Gehülfcn  rc.  thätig.  Die  übrigen  wurden ­
  theils  in  der  Anstalt  selbst  zu  verschiedenen  festen  Diensten,  theils
zur  Privatpflegc  und  zur  Kollekte  verwendet,  theils  waren  sie  noch  in
der  Vorbildung  begriffen.  Die  Rettungs-Anstalt,  welche  zur  Erziehung
und  Unterrichtung  nicht  konsirmirter  Knaben  dient,  hat  in  der  Regel
32  Zöglinge,  welche  nach  der  Konfirmation  bei  Handwerksmeistern  rc.
zur  Erlernung  eines  passenden  Geschäfts  untergebracht  werden.  Auch
als  Lehrlinge  stehen  sie  zum  Theil  noch  unter  Leitung  der  Anstalt.  —
Ņîit  der  Diakonen-Anstalt  ist  ein  Seminar  für  Predigtamts-Kandidaten
verbunden,  die  sich  hier  praktisch  zur  Führung  des  Pfarramts  vorbereiten. ­
  —  Das  jährliche  Bedürfniß  der  Diakonen-Anstalt,  welche  ein
ansehnliches  Wohnhaus  mit  Wirthschafts-Lokalien  rc.  besitzt,  beläuft  sich
auf  16,000  Thlr.,  wovon  -*  durch  Kollekten  und  freiwillige  Gaben,
7  aus  den  Einkünften  für  Krankenpflege  rc.  gedeckt  werden.  Zu  den
ihr  gewordenen  letztwilligen  Zuwendungen  gehören  aus  dem  Jahre  1863
die  des  Rentiers  Goring  und  dessen  Mutter  von  2300  und  1500
Thlr.,  der  Wittwe  Buchholz  geb.  Hardt  von  500  Thlr.  Val.
Männer-Asyl  zu  Lintorf.

v.  Rhode,
Etats-Minister  uud  Burggras  zu  Simigäbern,  [cgirtc  1781  zu  einem
1^»  NUN  fur  einen  armen  und  würdigen  adeligen  oder  bürgerlichen
Stud,renden  der  Phllosophie  und  Jurisprudenz  jährlich  100  Thlr.
v.  Rhodesche  Stiftung  zu  Königsberg,
von  dem  Burggrafen  v.  Rhode  1784  für  vier  hülfsbedürftige  Witt-Rhodeflhes

  Stipendin»,.
von  Aegidius  Rhode  und  seiner  Ehegattin  geb.  Gebühr  für  die
Rachkommen  des  Pfarrers  Albert  Rhode  in  Stradarmeli  und  des
            
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