Full text : Währung und Handel

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folge  der  Valutüscliwaiikuiigeii  bei  Ijäiidern  mit  Papiervaliita
lierausstellt.  Während  nämlich  dort  die  T)ilferenz  der  Productionsbedingnngen,
  aus  denen  der  Vortlieil  gezogen  werden  soll,
eine  reelle,  wirklich  greifbare  ist,  ist  diese  Differenz  hier  nur
scheinbar  und  trügerisch.  Es  ist  allerdings  die  Pegel  für
jedes  Jjand,  dass  es  dasjenige  exportirt,  was  es  auf  dem  fremden ­
  Markte  billiger  abzngeben  vermag,  als  es  auf  diesem  fremden ­
  Markte  producirt  werden  kann,  und  umgekehrt  im  Auslande ­
  dasjenige  kauft,  was  dort  billiger  zu  erhalten  ist,
als  es  im  Inlande  producirt  werden  könnte.  Kann  man  nun
\yr  'lieh  die  betreffende  Waare  billiger  oder  then  rer  erzeugen
a  s  der  Ausländer,  so  erfolgt  dieser  Güteraustausch  zu  beiderseitigem ­
  Vortheile,  denn  es  wird  an  beiden  Orten  Arbeit  erspart ­
  und  Geldwerth  gewonnen.  Man  würde,  um  auf  das  vorige
Beispiel  zurückzukommen,  das  Baumwollgewebe,  dessen  Gestehungskosten ­
  im  Auslande  KX)  fl.  Silber  sind  ,  nur  dann  dorthin ­
  ex])ortiren,  wenn  es  im  Inlande  durch  irgend  eine  Verbesserung ­
  des  Betriebes,  durch  die  Gunst  natürlicher  Verhältnisse
oder  durch  eine  abnorme  Wohlfeilheit  der  Lebensmittel  und
Lohne  gelange,  dieselbe  Waare  für  90  oder  95  H.  Silber  her-J^aistellen,
  und  umgekehrt  für  dieses  Gewebe  im  Auslande  blos
(  ann  04'  ,  fl.  in  Silber  bezahlen,  wenn  man  dasselbe  im  Inamle
  aus  irgend  welchem  entgegengesetzten  Grunde  um  den-"iGht
  herzustellen  vermöchte.  Unter  der
anwirkung  der  Valutaschwankungen  aber  sind  ,  wie  oben  ge-2ich"T'
  geradezu  entgegengesetzter  Natur
möglich,  also  ein  wirklich  verlustbringender  auswärtiger  Han-<0,
  (er  unter  normalen  Verhältnissen  der  Natur  der  Sache
'lurchaus  zuwiderläuft.
Um  Missverständnissen  vorzubeugen,  soll  hier  ausdrückich
  zugegebni  werden,  da.ss  allerdings  auch  unter  normalen
.eh  yerhaltnissen  im  internationalen  Handel  Verluste  eben.sowohl
niog  ich  .sind,  wie  umgekehrt  auch  eine  schwankende  Valuta
wirklich  nutzbringende  internationale  Handelsgeschäfte  nicht
mi.s.schliesst.  Was  das  Erstere  anbelangt,  so  entstehen  solche
m  lüste  durch  falsche  Speculation,  durch  abnorme  Wechsel
<ler  (rnnjunctur  und  dergleichen  mehr;  sie  sind  aber  immer
imr  eine  Ausnahme  und  _  worauf  es  hauptsächlich  ankommt  —
»»  Absicht  des  Speculanten.  Unter  der
            
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