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Thierschutz-Verein zu Berlin.
Gegründet 1841, bezweckt er durch Belehrung und Beispiel unter Mit
wirkung der Presse und Herausgabe geeigneter Schriften Mitgefühl für
die Thierwelt zu wecken, Mißhandlungen der Thiere vorzubeugen und
dadurch Humanität zu befördern. Der Beitritt steht Jedem frei; ge
ringster Jahresbeitrag j Thlr. Die Versammlungen des Ausschusses
sind alle zwei Monate, die des Gesammtvereins einmal jährlich öffent
lich. Die verschiedenen Europäischen Thierschutz-Vereine treten von
Zwei zu zwei Jahren zu einem dreitägigen allgemeinen Kongresie Ende
Juli zusammen, deren erster 1860 in Dresden, der zweite 1862 in
Hamburg, der dritte 1864 in Wien stattfand und der vierte 1866 in
Paris stattfinden wird. Der durch Dr. Theodor Mügge herausge
gebene und in allen Schulen unentgeltlich vertheilte „Kleine Thierfreund"
gehört zu den von deni Vereine herausgegebenen Schriften. Aehnlichc
Vereine bestehen in Breslau, Ober-Schlesien re.
Thilo v. Zie gl er scher Stipendien Fonds.
Er steht unter Verwaltung der Regierung zu Erfurt und hat zunächst
die Bestimmung, studirende Jünglinge auf der Universität zu unter
stützen. Aus demselben genießen zur Zeit 5 Zöglinge des Gymnasii
zu Erfurt ein jährliches Stipendium von 30—50 Thlr.
Thoaksches Stipendium,
von dem -Ļôbenichtschen Rektor Th oak in Königsberg für Studirende,
die ans der Löbenichtschen Schule dcmittirt sind, vorzüglich für die
Nachkommen des Hofraths I o h a n n s e n, des Kriminalraths' Dr. Brau n,
des Advokaten Pawlowsky, des Hofraths Eckhardt und des ehe
maligen Predigers Schulz, inglcichen für die Söhne der Löbenicht-
scheu Prediger gegründet. Die Kollation steht dem Magistrat in Kö
nigsberg zu.
Damian Thole n,
Laienbruder zu Köln (ş 1837) vermachte der dortigen Armen-Verwal-
tung 1500 Thlr. mit der Bestimmung, daß die Zinsen dem Dom-
Pfarrer zur Austheilung an nothleidende Haus-Arme beim Kranken
bette verabfolgt werden sollten. Eine gleiche Summe zu gleichem Zweck
legirte er der Armen-Verwaltnng zu Waldfeucht (Heinsberg).
Thomas sches Bermächtniß zu Schlawe (Pommern).
Der 1841 f Kreis-Physikus Dr. Thomas überwies der Stadt Schlawe
380 Thlr. mit der Bestimmung, daß diese Summe durch Zinsenzuschlag
bis auf 6000 Thlr. gebracht und demnächst daniit die der Stadt noch
fehlende Armen- und Kranken-Anstalt errichtet werden solle. In
dieser sollten 6 männliche nild 4 weibliche arme Kranke Heilung und
Pflege, auch 4 männliche und 2 weibliche arme alte Personen freie
Wohnung und eine monatliche Unterstützung von 1 Thlr. erhalten.
Joh. Fr. Thomas,
Häusler zu Bischdorf (Goldberg) hinterließ (1863) der Gemeinde Bisch
dorf 1100 Thlr., deren Zinsen alljährlich an seinem Todestage (22. Nov.)