Full text : Preußisches Landbuch

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Blinden-Anstalt  zu  Wollstein.
Ein  Privat-Institut,  diente  die  Anstalt  bis  1862  zur  Aufnahme  von
14  blinden  Kindern,  welchen  Schul-,  Musik-  und  Unterricht  in  Handarbeiten ­
  ertheilt  wurde.  Die  Mittel  zur  Unterhaltung  der  Anstalt  bestanden: ­
  1)  aus  Sammlungen  und  freiwilligen  Beiträgen,  2)  aus  dem
Ertrage  der  von  den  Blinden  gefertigten  und  verloosten  Arbeits-Gegenstände, ­
  3)  aus  den  Zinsen  von  den  bereits  angesammelten  und  untergebrachten ­
  Kapitalien,  4)  aus  einem  Zuschüsse  von  jährlich  400  Thlr.
mg  Geit  bcm  1.  3uK  1864  iß,  nad,  bcm  ^
'chasse  des  Provinzial-Landtagcs  von  1862,  die  Anstalt  in  eine  „Provtnztal-Blmden-Untcrrichts-
  und  Erziehungs-Anstalt"  zunächst  fürKnaben.
mit  15  Freistellen  umgewandelt.
Thekla  v.  Blociszewska,
fühere  Besitzerin  von  Przeclaw  (Kr.  Obornik),  vermachte  den  dortigen
Armen  ein  Legat,  dessen  Zinsen  mit  jährlich  18  Thlr.  vertheilt  werden.
Blocksche  Stiftung.
Kaufmann  Johann  Christoph  Block,  Mitglied  des  Kirchen-Kolleqiums
zu  St.  Ulrich  und  Levin  in  Magdeburg,  setzte  (1703)  ein  Kapital  zu
einer  Stiftung  ans:  die  Zinsen  von  100  Thlr.  sollen  der  Kirche,  die
^00  Thlrn.  dem  administrirenden  Vorsteher  derselben,  die  von
500  Thlr.  hülfsbedürftigen  Verwandten  des  Stifters,  oder  in  deren
Ermangelung  andern,  in  der  St.  Ulrichs-Pfarre  wohnenden  Hausarmen
zukommen.  Die  Verwaltung  und  Vertheilung  ist  dem  Kirchen-Kolleglnm
  zu  St.  Ulrich  und  Levin  übertragen.  Das  Stiftungskapital  ist
auf  1045  Thlr.  angewachsen;  von  den  Zinsen  werden  jährlich  33  Thlr.
ln  Beträgen  von  15  Sgr.  und  1  Thlr.  an  Hausarme  in  der  gedachten
Gemeinde  vertheilt.
v.  Blücherscher  Stipendienfonds.
Ventz  und  Anna  v.  Blücher,  Sohn  und  Tochter  des  Ulrich  v.  Blü  cher
ans  Daberkow,  schenkten  im  Jahre  1603  zu  gleichen  Theilen  1000  Gulden, ­
  deren  Zinsen  an  zwei  bedürftige  Studircnde  der  Universität  Greifswald, ­
  „welche  hernach  im  Predigtamte  oder  weltlichen  Regimenté  dienen
mögen",  vertheilt  werden  sollen.  Die  Familie  hat  das  Kollationsrecht, ­
  der  Fonds  bestand  in  Jahre  1838  (Koch  II.  355)  aus  590  Thlr.
Kapital.
Marie  Blumberger,
Wittwe  zu  Andernach  (f  1838)  vermachte  2000  Thlr.  mit  der  Bestimmung, ­
  daß  die  Zinsen  zur  Bezahlung  des  Schulgeldes  für  Kinder
armer  Aeltern  verwendet,  zuvor  aber  4  Thlr.  jährlich  zur  Abhaltung
einer  Lesemeffe  in  Abzug  gebracht  werden  sollen.  Die  Verwaltung  des
Vernlächtnisses  steht  dem  Hospital  in  Andernach  zu.
Blume  sche  Konfirmanden-Stiftung,
begründet  mit  dem  Ertrage  der  Antrittspredigt,  welche  Prediger  Blume
am  5.  Juli  1835  bei  der  Einweihung  der  Nazareth-Kirche  in  Berlin
hielt  und  drucken  ließ;  der  Fonds  belief  sich  damals  auf  125  Thlr.
            
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