Full text: Die Zucker-Industrie auf Cuba

33 
theils als Zugthier; trotz ansehnlicher Bestände daran ist Rindfleisch im 
Innern des"Landes so hoch im Preise, dasz die Bevölkerung statt seiner 
den Stockfisch oder das getrocknete Fleisch aus Südamerika vorzieht. Die 
geringe Wohlhabenheit der Lente und die Zahl der katholischen Feiertage 
mag dazu ebenfalls beitragen. Zur Zucht werden Rinder aus Honduras 
und Columbien in ziemlich groszen Mengen eingeführt; die Thiere aus 
Texas haben sich nicht bewährt. Am Schlug des Jahres 1881. also etwa 
3 Jahre nach beendigtem Ausstand. Ivird das Ergebniß einer stattgehabten 
Viehzählung dahin angegeben: 
Provinz: 
Havana . . . 
Pinar del rio . 
Matanzas . . 
Puerto principe 
S. Clara . . 
G. Sano. . . 
SRiiib. 
217 478 
159578 
139579 
49186 
289659 
67 651 
Pferde. 
55024 
35113 
36255 
5401 
35204 
18178 
Maul 
thier. 
4815 
3549 
4654 
344 
3315 
3454 
Esel. 
78 
59 
16 
Schweine. 
64816 
63892 
40624 
23440 
101 635 
30232 
Ziegen 
u. 
Schaafe 
15901 
7077 
18606 
807 
11286 
6683 
Summa. 
358034 
269287 
239777 
79194 
434099 
126198 
zusammen: 
916131 185175 20131 ¡153, 324639,60360 1506589 
Im Jahre 1883 soll eine abermalige Zählung stattgefunden haben. 
Deren Ergebnis; ist jedoch nur für die Provinz Pinar del Rio bekannt ge- 
woibeii, wo man #en # 1872699ünbe?, 33208 #tbe, 4898 Waid- 
esci, 79 093 Gd)weine, 8 597 gießen wib Groase, im (Banden also 
323065 Stück, was eine beträchtliche Zunahme wäre. 
Seit bei- mite beß 16. 3o#iwbert8 soll bet Anbeut non (Mteibe 
ciuf Cuba seinen Anfang genommen haben, gleichzeitig der anderer Cultur- 
pinjen. 3ii baß 3# 1580 fe# man ben Beginn beß Sabafßbaueß; 
bte Spanier sollen ihn von den Eingeborenen überkommen haben, welche 
sie beteitß bei bet Wbedung bie fuuftioß getonten Blattet ton#! fa^n. 
iJUß der verbrauch in den öündern Europas stieg, sehte die spanische Re 
gierung eine gewisse Summe jährlich aus zum Ankaus von Blättern.. Bcilb 
darauf wurde befohlen, den Ernteüberschuß nach Spanien — insbesondere 
nad) Gemila - abauliefetn. Gd)on im Sa# 1636 wutbe eine Abgabe 
batons gcïegt nnb beten Wtag netbad)tet, biß man fid) cntid)toñ, bie 
Ernten in die Königliche Handelsniederlage abliefern zu lassen, den Rer- 
kaus von der Insel nack) dem Ausland ganz hemmte und sogar die Hamo- 
industrie verbot. Im Jahre 1817 wurde der Handel wieder freigegeben, 
jedock) mit Abgaben belegt, die mehrfach verändert worden sind. Im zechte 
1840 betrug der Ausfuhrzoll vom Centner 2'/ 4 bis (>y 4 bez. 12'/ 4 Realen 
5
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.