Full text : Die Zucker-Industrie auf Cuba

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ber  Bagasse  bestimmten  Geräthes  herbeiführen,  gitr  Vermeidung  dessen
lässt  man  das  Rohr  ans  dem  Felde  in  Stücke  von  1  bis  1,25  m  Länge
zerschneiden,  und  so  zerschnitten  auf  eine  Schiebebühne  vor  der  Mühle  aufschichten, ­
  wobei  die  Bühne  zugleich  als  Zubringer  dient.  Hinter  dem
Mühlenwerke  befindet  sich  eine  ähnliche  Vorrichtung,  welche  die  abgepreßten
Stücke,  die  Bagasse  aufnimmt  und  fortführt.  Ans  den  vorhandenen  Berichten ­
  lägt  sich  nicht  ersehen,  ob  dies  Verfahren  in  Cuba  sich  großer  Beliebtheit ­
  erfreut,  was  in  Ansehung  des  Zustandes  der  Bagasse  nicht  ohne
weiteres  anzunehmen.  Bei  fortschreitender  Verbreitung  der  Diffusion  würde
das  Verfahren  ohnehin  seine  Bedeutung  verlieren.
Früher  war  jede  Pflanzung  zugleich  auch  Zuckerfabrik;  sie  hatte  ihre
eigne  Zuckermühle,  verarbeitete  selbst  ihr  eignes  Rohr  und  nur  das  ihrige,
stellte'daraus  verkaufsfähigen  Zucker  her,  allerdings  zumeist  in  recht  kunstloser ­
  Weise,  und  verhandelte  ihn.  Solche  Pflanzungen  führten  von  jeher
den  Namen  ingenios.  Sie  waren  von  verschiedenem  Umfange:  über  eine
Omisse  (Wbe  1)1110118^11061)611,  uerbot  bie  ber  ^erorbeìtiiiio
binnen  einer  gegebenen  Zeit  und  mit  begränzten  Mitteln  und  Arbeitskräften.
Neuerdings  hat  eine  wichtige  Umgestaltung  begonnen,  nämlich  die  Bildung
sogenannter  ingenios  centrales.  Dieses  sind  Betriebs  -  Anstalten,
welche  die  Verarbeitung  des  Rohres  und  die  Herstellung  von  Zucker  daraus
zur  ihrer  eigentlichen  Ausgabe  machen,  entweder  ohne  selbst  überhaupt  Rohr
anzupflanzen  oder  indem  sie,  wenn  sie  einen  Theil  ihres  Bedarfs  selbst
bauen,  dies  in  getrennter  Landwirthschaft  bewirken.  Das  Verhältnis;
dieser  ingenios  centrales  gleicht  also  im  wesentlichen  demjenigen  der
Mehrzahl  der  deutschen  Fabriken,  welche  ganz  oder  theilweise  Kaufrüben
verarbeiten.  Sie  sind  nicht  mit  solchen  Centralsabiiken  zu  vciwcchscln,
meld)e  018  (20111111^#  für  bie  ^^#1-1^6  niederer  3ndcrfobrifeii  bei;#
gemeinsamer  Vollendung  der  Zucker  dienen,  welche  z.  B.  die  dorthin  geleisteten ­
  Säfte  mehrerer  Fabriken  weiter  verarbeiten.
Vor  einer  näheren  Erörterung  dieser  Neuerung  mögen  noch  einige
Bemerkungen  über  den  Ernte-Ertrag  und  die  Anbaukostcn  Blaß  finden.

9.  0*'ntteevtrstfl  und  Zlnbauļosten.
Um  die  Ergiebigkeit  der  Cubanischen  Felder  einigermaßen  richtig
beurtheilen  zu  können,  wäre  es  nöthig  zu  wissen,  welche^  Gewicht  im
Durchschnitt  von  einer  gewissen  Flüche  abgeerntet  wird,  und  umili  es  nicht
möglich  ist,  das  durchschnittliche  Gewicht  zu  erfahren,  dann  wenigstens  die
miibeit:  be&.  9Rei^^=^e^id)te,  aiut#"  bcncn  fid;  bie  Grtrüoe  bmeßen.
Sie  9ln#eit  borüber  finb  leiber  #r  #rlid).  Welded)  luerben  bie
Schwierigkeiten  erwähnt,  denen  die  Ermittelung  solcher  Angaben  unterliegt.
            
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