Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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der  übrigen  Völker  auch  den  sehr  spärlich  gesäten  Namen  zuzugcsellen
  erlaubt,  die  in  einer  speciellen  Richtung  die  Wissenschaft ­
  mit  neuen  Gesichtspunkten  bereichert  haben.  Ein  Thüneu
würde  die  ihn  auszeichnende  Idee  unvergleichlich  fruchtbarer
gemacht  haben,  wenn  er  im  Stande  gewesen  wäre,  ihr  eine
universellere  Gestalt  zu  geben.  Allein  hieran  hinderte  ihn  in
erster  Linie  seine  Abhängigkeit  von  Adam  Smith,  in  welcher
er  später  durch  die  Leetüre  der  Ricardoschen  Studie  noch  bestärkt ­
  wurde,  und  alsdann  in  zweiter  Linie  die  örtliche  Beengtheit ­
  der  Auffassung,  durch  welche  er  fortwährend  auf  das  Bild
einer  sich  in  feudalen  Verhältnissen  bewegenden  und  wesentlich
von  einem  entfernten  Markte  abhängigen  Landwirthschaft  hingewiesen
  wurde.  Iliezu  kam  noch  die  so  zu  sagen  mathematische ­
  Illusion,  dass  die  Zurückführung  gewisser  einfacher
Beziehungen  auf  eine  algebraische  Ausdrucksweise  etwas  Wesentliches ­
  sei,  und  dass  auf  diesem  Wege  ökonomische  Gesetze
nicht  nur  formulirt,  sondern  auch  gefunden  werden  müssten.
Die  Liebhaberei  für  die  zu  nichts  führende,  sondern  den  gewöhnlichsten, ­
  ebenso  wie  den  mathematisch  gebildetsten  Leser
nur  störende  Bizarrerie  der  algebraischen  Symbolik  hat  nicht
zum  geringsten  Theil  dazu  beigetragen,  den  sonst  lehrreichen
Thünenschen  Schriften  dasjenige  Publicum  zu  entziehen,  welches ­
  andernfalls  an  denselben  das  grösste  Interesse  nehmen
musste.  Während  man  sich  in,  der  mathematischen  Analysis
in  einigen  besseren  Richtungen  bereits  bemüht  hat,  wo  es  ir
g  end  möglich  ist,  die  schnelleren,  last  rein  logischen  Veimitt
lungen  an  die  Stelle  der  umständlichen  Calcüle  zu  setzen  und
die  höchsten  Probleme  durch  eine  Art  des  Denkens  zu  emei
Stern,  die  über  der  Region  steht,  in  welcher  das  Behagen  an
dem  Mechanismus  der  Operationen  und  an  der  analytischen
Einkleidung  die  Hauptsache  bildet,  —  während  diejenigen,  we  ­
cke  über  alle  Mittel  der  Rechnung  verfügen,  schon  zum  Thcil
einen  Triumph  darin  sehen,  wenn  sie  einen  Schluss  in  ganz
abstractor  Weise  und  ohne  sofortige  Hülfe  der  analytischen
Auöführuug  zu  ziehen  vermögen,  giebt  cs  sogar  unter  ökonomischen ­
  Denkern  und  Capacitäten  noch  immer  solche,  wec  e
dem  Irrthum  der  entgegengesetzten  Richtung  anheimfallen.
Wir  mussten  diese  allgemeine  Bemerkung  im  besondern  Interesse ­
  Thünens  machen,  weil  hiedurch  einerseits  sein  Fehlgriff
als  eine  natürliche  Abirrung,  und  andererseits  als  eine  Eigen-
            
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