Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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war  in  dieser  Beziehung  schon  damals  über  die  gewöhnliche,
den  Augenblick  fixirende  Idee  hinaus,  dass  steigende  Böhne
und  absolut  sinkende  Gewinne  zusammengehörten.  Wir  haben
also  hier  schon  die  Grundlage  der  Kritik  jenes  Systems  vor
uns,  für  welches  die  billige  Arbeit  oder,  um  mit  den  Worten
Lists  zu  reden,  das  Hunger-  und  Sparsystem  das  leitende
Trugbild  ist.  Dom  Versuch  über  die  Löhne  folgten  nach  einigen ­
  Jahren  die  „Principien  der  politischen  Oekonomie  (Principles ­
  of  political  economy,  3  Bde.  Phil.  1837  40).  Sie  bilden
das  Grundwerk  und  haben,  ungeachtet  ihrer  vollständigen  Umarbeitung ­
  oder  vielmehr  Ersetzung  durch  ein  zwei  Jahrzehnte
später  veröffentlichtes  Werk,  noch  heute  mehr  als  blos  historische ­
  Bedeutung.  Der  dritte  Theil  derselben,  welcher  zusammen ­
  mit  dem  vierten  Theil  den  dritten,  wie  es  scheint  vielen
Gelehrten  unzugänglich  gebliebenen  Band  bildet,  enthält  die
Bevölkerungstheorie.  Jedoch  ist  grade  der  erste,  welcher  die
Gesetze  der  Production  und  der  Vertheilung  zum  Gegenstände
hat,  in  den  das  bisherige  System  umwälzenden  Punkten  entscheidend. ­
  Er  enthält  die  neue  Werththeorie,  die  veränderte
Lehre  von  der  Bodenrente,  das  harmonische  Vertheilungsgesetz, ­
  die  verbesserte  Fassung  des  Capitalbegriffs  und  in  Gestalt ­
  von  besondern  Beilagen  auch  noch  ausführliche  Kritiken
der  gegnerischen  Ansichten.  Unter  diesen  Beurtheilungen  ist
besonders  diejenige  Ricardos  hervorzuheben,  in  welcher  die
Sorgfalt  und  Gewissenhaftigkeit  des  Kritikers  den  Worten  des
Gegners  den  grössten  Raum  verstattet  und  alles  nur
Erhebliche  zum  Abdruck  gebracht  hat,  was  sich  in  den  Schriften
des  Englischen  Nationalökonomen  direct  über  die  Theorie  der
Bodenrente  vorfindet.  Ueberhaupt  ist  das  ganze  Buch  in  seinen
kritischen  Beigaben  eine  in  den  eignen  Worten  der  egner
wiedergegebene  Uebersicht  von  dem,  was  noch  heut  a  s  rec  t
gläubige  Nationalökonomie  gilt.  Gleichzeitig  erschien  auch
eine  Schrift  über  das  „Creditsystem  in  Frankreich,  Grossbritanien
  und  den  Vereinigten  Staaten"  (The  credit  system  in
France,  Great  Britain  and  the  United  States,  London  1838).
Mit  der  etwa  fünfjährigen  Periode,  in  welcher  die  bisher  erwähnten ­
  Arbeiten  veröffentlicht  wurden,  ist  die  erste  Schriftengruppe ­
  abgeschlossen.  In  derselben  lag  der  allgemeine  Gedanke
der  sich  von  selbst  ergebenden  Interessenharmonie  zu  Grunde,
und  aller  Neuheit  der  Position  ungeachtet  war  der  Standpunkt
            
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