Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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^otraclitiing  der  TV  olilstandsqiiellcn  beruhte.  Man  bewegte  seint
Vxedauken  am  Leitfaden  des  Geldes  und  befand  sich  hiemit  ursprünglich ­
  im  Stadium  einer  üneutwickeltheit,  ja  man  möchte
Sitg-en  Rohheit  des  Denkens,  wie  sie  am  einzelnen  Menschen
individuell  sehr  erklärlich  ist  und  noch  heute  nicht  blos  unter
cn  wirthschaftlich  Unkundigen  nachgewiosen  werden  kann.
Der  Gegensatz  dieser  beschränkten  Auifassiingsart  der  ökonomisohen
  Vorgänge  besteht  in  demjenigen  Verhalten,  welches
man  die  Naturalbetrachtung  nennen  könnte.  Der  letzteren  zufolge ­
  erwägt  man  die  wichtigsten  Beziehungen,  bei  denen  dies
überhaupt  möglich  ist,  grade  so,  als  wenn  die  Vermittlung  des
Verkehrs  durch  das  Geld  gar  nicht  vorhanden  wäre.  Für  einen
grossen  Kreis  von  Wahrheiten  kommt  das  Dazwischentreten
des  Geldes  in  der  That  gar  nicht  in  Betracht,  und  die  starken
Seiten  in  dem  wirthschaftlichen  Denken  Adam  Smiths  beruhten
auf  dem  Absehen  von  dieser  Dazwischenkunft.  Erst  durch
diesen  Contrast  erklärt  und  bestimmt  sich  das  unwissenschaft-,che
  Element  vollständig,  welches  die  ältere  Vorstellungsart
theoretischunfruchtbarbleibenliess.  Ebensobegreiftsichlber
auch,  wie  in  der  entgegengesetzten  Richtung  eine  grosse  Unvo
  Ikommenheit  und  Unzulänglichkeit  der  Ideen  und  Sätze  nicht
Überwunden  werden  konnte,  solange  man  die  Naturalbetrachtung
  nicht  wieder  hinterher  durch  eine  verbesserte  Rücksichtnahme ­
  auf  die  eigenthümlichen  Einwirkungen  des  Geldes  ergänzte ­
  und  verfeinerte.  Hiemit  ist  denn  auch  zugleich  erklärt,
warum  die  neusten  und  vollkommensten  Systeme  von  einigen
Seiten  mercantilistischer  Irrthüiner  beschuldigt  werden,  während ­
  die  jüngsten  Wendungen  in  der  That  nichts  Anderes  bezwecken, ­
  als  die  feineren  Verhältnisse  der  durch  das  Geld  hervorgobrachten
  eigen  thümlichen  Gestaltungen  aufzudecken  und
cs  nicht  mehr  bei  der  ganz  im  Groben  verbleibenden  ersten
Stufe  der  Naturalbetrachtung  bewenden  zu  lassen.
Wenn  Jemand  bei  seiner  wirthschaftlichen  Thätigkeit  auf
nichts  weiter  achtet  als  auf  den  Umstand,  dass  er  Geld'erwerbe,
nnd  wenn  er  hiebei  auch  gar  nicht  weiter  zu  der  Einsicht  geäugt, ­
  dass  der  Besitz  des  Geldes  nicht  an  sich  selbst  sondern
r  vciinöge  der  mit  ihm  jedesmal  übertragenen  ökonomischen
lacht  Bedeutung  habe;  —  so  wird  er  als  Privatmann  genau
icjcmge  Idee  vertreten,  welche  durch  den  Mercantilismus  auch
Betrachtung  der  Volks  wir  thschaft  zur  Geltung  kam.
ölinng,  Oeschiclite  der  Nationalökonomie.  2.  Auflage.  3  ^
            
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