Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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diejenige  anderer  Personen  als  unerlässliche  Vorbedingung,  etwa
in  dem  gebrauchten  Werkzeug,  mitwirkt.  Es  ist  also  nicht,
wie  sich  Herr  Marx  nebelhaft  vorstellt,  die  Arbeitszeit  irgend
Jemandes  an  sich  mehr  werth,  als  die  einer  andern  Person,
weil  darin  mehr  durchschnittliche  Arbeitszeit  gleichsam  verdichtet ­
  wäre,  sondern  alle  Arbeitszeit  ist  ausnahmslos  und
principien,  also  ohne  dass  man  erst  einen  Durchschnitt  zu
nehmen  hätte,  vollkommen  gleichwerthig,  und  man  hat  nur  bei
den  Leistungen  einer  Person  ebenso  wie  bei  jedem  fertigen
Erzeugniss  zuzusollen,  wie  viel  Arbeitszeit  anderer  Personen  in
der  Aufwendung  scheinbar  blos  eigner  Arbeitszeit  vordeckt
sein  möge.  Ob  es  ein  Productions  Werkzeug  der  Hand  oder
die  Hand,  ja  der  Kopf  selbst  ist,  was  nicht  ohne  anderer  Leute
Arbeitszeit  die  besondere  Eigenschaft  und  Leistungsfähigkeit
erhalten  konnte,  darauf  kommt  für  die  strenge  Gültigkeit  der
Theorie  nicht  das  Mindeste  an.  Herr  Marx  wird  aber  in  seinen
Auslassungen  über  den  Werth  das  im  Hintergründe  spukende
Gespenst  einer  qualiñeirton  Arbeitszeit  nicht  los.  In  dieser
Richtung  durchzugreifon,  hat  ihn  die  überkommene  Denkweise
der  gelehrten  Classen  gehindert,  der  es  als  eine  Ungeheuerlichkeit ­
  erscheinen  muss,  die  Arbeitszeit  des  Karrenschiebers  und
diejenige  des  Architekten  an  sich  als  ökonomisch  völlig  gleichwerthig ­
  anzuerkennen.  Uoberhaupt  ist  unser  Kritiker  der
politischen  Oekonomie  von  dem  Classenidol  der  beschränkten
und  verkommenen  Luxusgelehrsamkeit  nichts  weniger  als  frei.
Er  wetteifert  mit  dem  in  Citaten  kramenden,  besonders  bei  den
Deutschen  heimischen  Chinesenthum,  und  wenn  er  meint,  dass
die  erste  Auflage  seines  Buchs  an  die  Arbeiter  abgesetzt  worden
sei,  so  nimmt  sich  dies  hochkomisch  aus.  Das  gelehrte  Chinesenthum ­
  hat  sich  durch  die  mit  Herrn  Roscher  wetteifernde  Anmerkungspolyhistorie ­
  imponiren  lassen  und  behufs  Erweiterung
des  eignen  Hausraths  dieser  Art  auch  die  Pein  nicht  gescheut,
die  ihm  die  Berührung  mit  dem  politischen  und  socialen
Radicalismus  verursacht.
Nach  der  Ansicht  des  Herrn  Marx  vertritt  der  Arbeitslohn
nur  die  Bezahlung  derjenigen  Arbeitszeit,  welche  der  Arbeiter
wirklich  für  die  Ermöglichung  der  eignen  Existenz  thätig  ist.
Hiezu  genügt  nun  eine  kleinere  Anzahl  Stunden;  der  ganze
übrige  Theil  des  oft  lang  gedehnten  Arbeitstages  liefert  einen
Uebcrschnss,  in  welchem  der  von  iinserm  Autor  sogenannte
            
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