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Die Schulentlassenen in den Jahren 1926 bis 1928, die noch aus
den großen Geburtsjahren der Vorkriegszeit stammen, betragen ‚also
jahresdurchschnittlich etwa 450000. Ihre Anzahl sinkt, unter den
Wirkungen des Geburtenausfalls der Kriegsjahre in den Jahren 1930
bis 1932 bis auf rund 230 000 ab, das heißt also nahezu auf die Hälfte
des Bestandes der vorhergehenden Jahre. In den Jahren 1984 und
1935 werden die verhältnismäßig starken Geburtsjahrgänge 1920 und
1921 die Zahl der Schulentlassenen nochmals bis auf rund 450 000
hinauftreiben, von da an setzt als. Folge der niedrigen Geborenen-
zahlen der Nachkriegsjahre ein ständiger Rückgang ein. Der Nach-
wuchsausfall der Jahre 1980 bis 1934 folgt unmittelbar auf‘ eine
Periode sehr starker Zunahme. Dieser Umstand kann möglicher-
weise dazu beitragen, daß die Wirkungen nicht ganz so kraß sind,
wie man nach den obenstehenden Zahlen annehmen müßte, da viel-
fach vielleicht auf die noch nicht untergebrachten jungen Leute der
vorhergehenden Jahrgänge zurückgegriffen werden kann. 2
Um die Wirkungen dieses Ausfalls auf das Baugewerbe ‘berück-
sichtigen zu können, ist die Feststellung notwendig, wieviel Jugend-
liche sich den Bauarbeiterberufen zuwenden. Diese Feststellung ist
dadurch erschwert, daß wegen der körperlichen Anforderungen, die
der Beruf an die zukünftigen Bauarbeiter stellt, eine nicht unbeträcht-
liche Zahl von jungen Leuten erst im 15., 16. oder 17. Lebensjahr
sich den Bauarbeiterberufen' zuwendet. Man wird daher von dem
Anteil der 14- bis 18jährigen Bauarbeiter und Lehrlinge an der Ge-
samtzahl aller erwerbstätigen Jugendlichen der gleichen Alters-
klassen ausgehen müssen, wenn man ein richtiges Bild von dem
Anteil der Bauarbeiterschaft am Berufsnachwuchs gewinnen will.
Von der obengenannten Zahl von 873 688 Bauarbeitern standen im
Juni 1925 insgesamt 82 367 im Alter von 14 bis 18 Jahren, das heißt
3,9 % aller Erwerbstätigen dieses Alters hatten sich den Bauarbeiter-
berufen zugewendet. Legt man diesen Prozentsatz auch für die
künftige Entwicklung an, geht man also von der Annahme aus, daß
der auf das Baugewerbe entfallende Anteil des Nachwuchses der
gleiche bleibt, so kommt man zu folgenden Ergebnissen:
Voraussichtlich beträgt die Anzahl der jugendlichen Bauarbeiter
(im Alter von 14 bis 18 Jahren) im Jahre:
1926 . 82 571 = . 1929 . 78889=— 97% 1932 . 56246 = 69 %
1927 . 81791 =1100 % 1930 . 74681=— 92 ,, 1933 . 46531= 57
1928 . 80 243 = 1931. . 65953 = 81 ,, 1934 . 45841 =— 56,
Das Baugewerbe.