1. Titel: Berpfligtung zur Seijtung. SS 255—257. 81
jezeichnete. Bal. auch Wächter, Band. ! 8 67. Reparatır eine8 Gaufes, Dingen eines
HeldeS begründet alto eine % er wendung (impensae im engeren Sinne), Zahlung Der
auf einem Grundftücke laftenden Woaaben it Aufwendung. Val. auch die einleitende
Bemerkung zu 8 994.
Man unter] heidet: .
a) Impensae necessariae (notwendige Verwendungen bzw. Aufwendungen);
b) Impensae utiles (niüßlidhe Terwendungen bzw. Aufwendungen). Bol. 8547.
2) Impensae VO 5. Dh. jeder Yufwand, der nicht unter a Dder b fallt
bloßer Lurusaufimwand).
In HELEN Fällen it die Verpflichtung, Verwendungen ZU erjeben, auf den
Betrag befchränkt, um welden der Wert des GegenitandeS erhöht it. SS 500 Saß 1,
592, 906, 2881.) S. Bem. 5. Bol. au 1. 38 D. de R, V, 6, fein durch Berei
3, Bum Erfabße von Aufwendungen fann jemand verpflichtet fein Dur erein-
darıung vol. 8 A 9) pder auf @rund gejeßlicher Yorfchrift. Das DOG,
jtellt in zahlreichen Fällen eine Verpflichtung zum Erfabe von Aufwendungen oder Wer
mendungen auf, fo in den SS 304 (Mebhraufmendungen Im Falle des Verzug), 347 (Ver:
mendungen bei Unmöglichkeit der ückgabe einer Sache), 450 (Verwendungen des Käufers
auf die Sache), 467 ermeihung auf 8 347), 500 (Verwendung auf den gekauften Gegen
itand beim MWiederkauf), 526 durh VBollziehung einer Auflage verurfachte Aufwendungen),
538 (Aufwendungen bei Verzug des Vermieters), 547 (auf die Sache gemachte notwendige
Verwendungen des Mieter8), 581 Verweifung auf 8 538), 601 (Roiten zur (Erhaltung der
zeliehenen Sache als Verwendungen), 633 (unverhältnismäßiger Hufwand, Eriaß erforder“
‚icher Aufwendungen bei Werkvertrag), 670 (Aufwendungen ZUM Bwecke der Ausführung
eine8 Auftrags), 683 (Aufwendungen des Gefhäftstührer8), 095 (Aufwendungen des Vers
mwahrer8 zum Zwecrte der Verwahrung), 850 Verwendungen auf die Sache), 951, 970,
994 ff., 1049, 1216, 1390, 1648, 1835, 1978, 1991, 2022, 2124, 92125, 2185, 2381. ,
4. Die Berzinslichkeit beginnt mit dem Tage Der MAufwendung. Der ZinS-
Fuß beftimmt {id nah S 246 (4 */o).
5. Soweit Aufwendungen nur in einem b efGränkten Umfange, insbefondere
nux für den Betrag zu erftaften find, um weldhen der Wert des Segenftandes
erböbtilt, (3. 3. 88 500 Saß 1, 592 a. €, 996, 92381), ft felbftverftändlich auch die
Binsverbindlichtfeit auf den wirklich zu erftattenden Betrag befchränkt.
6. Die Borfchrift des Sakes 2 entjpricht der Billigkeit. Der Erfabberechtigte,
meldem die Nußungen des berauszugebenden SGegenftandes zufommen (3. BD. der Nieß-
Sraucher S 1049), hat in der Regel in den von ihm gezogenen Nußungen und Früchten
sinen ausreichenden Erfaß für die Binfen, welche der aufgewendete Geldbetrag ihm ge“
öracht haben würde. Dies trifft nicht zu, wenn der Erfaßberechtigte für die Yırbungen
und Früchte eine Vergütung leiften muß; in {eßterenı Falle kann er deshalb tür Die
Seit, für welche die Vergütung zu leiften it, auch die Binfen des aufgelwendeten Betrages
verlangen.
Ueber den Begriff Nußungen und Früchte f. 88 100 und 99.
8 257.
. Wer berechtigt ijt, Erjaß für Aufwendungen zu verlangen, die er für einen
beftimmten Bwed macht, fann, wenn er für Ddiefen Zweck eine Verbindlichkeit
Angebt, Befreiung von der Verbindlichkeit verlangen. If die Verbindlichkeit noch
nicht fällig, Kann ihm der Erfaßpflichtige, ftatt ihn ZU befreien, Sicherheit leiften.
©. 1. 595 20Bf. 8, 621 MON, 2; IL, 601 2bf. 2, 638, 1289 Hbf, 1 Sat 2, 1997 WON. 2 Sal 3; 111, 250.
1. Aufwendungen durch Singehung von Verbindlichkeiten: Sm € I war eine
dem S 257 entfprechende Beftinumung nur für die Verbindlichkeiten des Beauftragten
und des Verwahrer3 gegeben (SE. IS 595 bj. 3 und S 621 Abf. 2. Im E. I kam
hiezu die vom Chemanne zum Bwecfe der Verwaltung Des eingebrachten Gutes (€, II
8 1289 Ybf. 1 Sag 2) und die vom Morerben zum Zwede der Erhaltung von ErbichaftS-
gegenitänden (E. I 8 1997 of. 2 Sa 3) EnoeRaNEG Verbindlichkeit.
Binbl: Erit durch €. 11 wurde der Anfprucdh au Befreiung bon der eingegangenen Vers
Sindlichteit auf alle Fälle ausgedehnt, _in welchen jemand Erfaß für die von ihm zu
nem beltimmten Zwede gemachten Aufwendungen fordern Kann. |
; Der 8 257 begründet den fogenannten Liberationsregreß, val. b. Zhur, Actio de
‘n rem verso (1895) ©. 82 ff. Er findet Anwendung bei Verwendungen Des ZUr ee
aabe einer Sache Berpflichteten ($ 850), bei Nerwendungen des Befikers vor Un tellung
Staudinger, BGB, IIa (Aublenbzck. Recht der Schutdverbältniffe). 5/6. Aufl.