Metadata: Die Theorie der Volkswirtschaft

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Wert der abtretbaren und dem der dafür erhaltenen Sache. Mit 
anderen Worten: je höher der subjektive Wert der gekauften 
Sache, umso größer der „Gewinn“. Welchen Vorteil kann nur 
die Volkswirtschaft davon haben, daß die Käufer die gekauften 
Gegenstände hoch einschätzen! Wieviel „gewinnen“ die Wilden, 
die die kostbarsten Gegenstände den Europäern für Glasperlen 
abgeben, die sie hoch einschätzen! 
Sinkt der Preis des Tees von 20 auf 14 Schilling, so erhält der 
Konsument, sagt Marshall, dadurch einen Uberschuß an Befriedi 
gung, welcher ihm 6 Schilling wert ist. Diesen „Überschuß“ nennt 
Marshall den Gewinn des Konsumenten, der der „Rente“ ähnlich 
sei. Diese Betrachtungsweise ruft den Gedankengang des 
Tschechowschen Sargmachers in Erinnerung, der es als Verlust 
empfindet, wenn wenig Leute sterben. 
Der Austausch ermöglicht die Arbeitsersparnis. Reicher wird 
aber die Gesellschaft, wenn dadurch die Produktion steigt. 
In der Naturalwirtschaft hängt die Verteilung der Produktiv 
kräfte in der Wirtschaft von dem relativen Arbeitswert und dem 
Umfang der Produktivkräfte der Wirtschaft ab. Ebenso kauft 
auch die Familie in der Tauschwirtschaft je nach ihren Produk 
tivkräften. Je mehr Produktivkräfte ihr zur Verfügung stehen, 
um so mehr und um so teurere Produkte kann sie sich verschaffen. 
Die Wertschätzung bleibt dieselbe. Allein die Produkte werden 
nicht mehr in eigener, sondern in einer anderen Wirtschaft her 
gestellt. Ebenso ändert auch der mittelbare Austausch gegen Geld 
den Verteilungsprozeß der Produktivkräfte nicht. Nur sondern 
sich durch das neue wirtschaftliche Element die Kauf- von den 
Produktivkräften der Wirtschaft. Immerhin werden die Kauf 
kräfte durch die Einkünfte der Wirtschaft bestimmt, und 
nach diesen muß sich auch jede Familie in ihren Käufen richten. 
Da nun die Gesellschaft die Summe der einzelnen Wirtschaften 
darstellt, so wird sich danach auch der Gesamtkonsum wie die 
Gesamtproduktion richten. Folglich wird die Verteilung der Pro 
duktivkräfte in der Gesellschaft ebenfalls durch den relativen 
Arbeitswert der Produkte bestimmt, nach dem gleichen Prinzip 
wie in der isolierten Wirtschaft.
	        
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