thumbs: Preußisches Landbuch

394 
betreffenden Armen-Verbänden zu zahlende Entschädigung unterhalten. 
1861 waren Einnahme 500, Ausgabe 200 Thlr. 
Krankenhaus zu Solingen, 
mit einem Kostenaufwandc von 20,000 Thlr. hergestellt und 1863 ein 
geweiht. Vorläufig auf 50 Kranke berechnet, nimmt die Anstalt auch 
Kranke aus den angrenzenden Gemeinden auf. 
Krankenhaus zn Sonnenburg. 
1858 von der Genoffenschaft des Johanniter-Ordens gegründet und 
1860 auf 50 Betten eingerichtet. Der Kreis zahlt jährlich 100 Thlr. 
Zuschuß, unvermögende Kranke werden unentgeltlich aufgenommen. 
Krankenhaus zn Steinfnrt. 
Aus milden Gaben der katholischen Eingesessenen im Betrage von 
3300 Thlr. und einem Geschenk des Bischofs von Münster von 1000 
Thlr. gegründet und am 1. Mai 1861 eröffnet, steht die Anstalt 
unter Leitung barmherziger Schwestern und wird durch milde Beiträge 
erhalten. Sie hat ein eigenes Haus und ein geringes Vermögen. 
Neben demselben ist, gleichfalls aus milden Gaben, ein ev. Kranken 
haus errichtet. 
Krankenhaus zu Stendal. 
Ein ständisches Institut, von dem Kommunal-Landtage der Altmark 
unter Beihülfe des Johanniter-Ordens 1861 begründet und am 4. No 
vember 1861 eingeweiht. Der Orden gab zur Herstellung 5000 Thlr. 
und zahlt zur jährlichen Unterhaltung 500 Thlr. Die zur Unterhaltung 
außerdem nöthigen 500 Thlr. jährlich bringen die vier Kreise der 
Altmark auf. Zu diesen Unterhaltungskosten tragen in den Kreisen 
Salzwedel und Gardelegcn sämmtliche Insassen; im Kreise Stendal 
nur die Rittergutsbesitzer und Landgemeinden, sowie die Städte Arnc- 
burg und Bismark bei. Die Städte Stendal und Tangermünde haben 
eigene Krankenhäuser; das in Stendal ist auf 22, das in Tanger 
münde auf 26 Betten eingerichtet. 
Krankenhaus zn Tirschtişsi. 
Ein von der Genossenschaft der Johanniter-Ritter der Provinz Posen 
gegründetes Institut, um solche Kranke aufzunehmen, deren Zustand 
eine besondere sorgsame Pflege erfordert, die sie sich anderweit nicht 
beschaffen können. Ausgeschlossen von der Aufnahme sind Pockenkranke, 
Cholcrakranke und Unheilbare. 
Krankenhaus zn Viersen (Gladbach), 
1836 auf Anregung des jetzigen Frcih. v. Di erg ardì begründet. 
Die dazu aufgekommenen freiwilligen Gaben beliefen sich auf 8200 Thlr. 
wozu Hr. v. Dierg ardt 5000 Thlr. beitrug. Die Anstalt hat ein 
Haus und 2000 Thlr. Vermögen, sie nimmt Kranke aller Konfessionen 
auf, ist ein selbstständiges Kommunal-Institut und die Pflege der 
Kranken den barmherzigen Schwestern aus dem Neußer Mutterhause 
anvertraut.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.