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betreffenden Armen-Verbänden zu zahlende Entschädigung unterhalten.
1861 waren Einnahme 500, Ausgabe 200 Thlr.
Krankenhaus zu Solingen,
mit einem Kostenaufwandc von 20,000 Thlr. hergestellt und 1863 ein
geweiht. Vorläufig auf 50 Kranke berechnet, nimmt die Anstalt auch
Kranke aus den angrenzenden Gemeinden auf.
Krankenhaus zn Sonnenburg.
1858 von der Genoffenschaft des Johanniter-Ordens gegründet und
1860 auf 50 Betten eingerichtet. Der Kreis zahlt jährlich 100 Thlr.
Zuschuß, unvermögende Kranke werden unentgeltlich aufgenommen.
Krankenhaus zn Steinfnrt.
Aus milden Gaben der katholischen Eingesessenen im Betrage von
3300 Thlr. und einem Geschenk des Bischofs von Münster von 1000
Thlr. gegründet und am 1. Mai 1861 eröffnet, steht die Anstalt
unter Leitung barmherziger Schwestern und wird durch milde Beiträge
erhalten. Sie hat ein eigenes Haus und ein geringes Vermögen.
Neben demselben ist, gleichfalls aus milden Gaben, ein ev. Kranken
haus errichtet.
Krankenhaus zu Stendal.
Ein ständisches Institut, von dem Kommunal-Landtage der Altmark
unter Beihülfe des Johanniter-Ordens 1861 begründet und am 4. No
vember 1861 eingeweiht. Der Orden gab zur Herstellung 5000 Thlr.
und zahlt zur jährlichen Unterhaltung 500 Thlr. Die zur Unterhaltung
außerdem nöthigen 500 Thlr. jährlich bringen die vier Kreise der
Altmark auf. Zu diesen Unterhaltungskosten tragen in den Kreisen
Salzwedel und Gardelegcn sämmtliche Insassen; im Kreise Stendal
nur die Rittergutsbesitzer und Landgemeinden, sowie die Städte Arnc-
burg und Bismark bei. Die Städte Stendal und Tangermünde haben
eigene Krankenhäuser; das in Stendal ist auf 22, das in Tanger
münde auf 26 Betten eingerichtet.
Krankenhaus zn Tirschtişsi.
Ein von der Genossenschaft der Johanniter-Ritter der Provinz Posen
gegründetes Institut, um solche Kranke aufzunehmen, deren Zustand
eine besondere sorgsame Pflege erfordert, die sie sich anderweit nicht
beschaffen können. Ausgeschlossen von der Aufnahme sind Pockenkranke,
Cholcrakranke und Unheilbare.
Krankenhaus zn Viersen (Gladbach),
1836 auf Anregung des jetzigen Frcih. v. Di erg ardì begründet.
Die dazu aufgekommenen freiwilligen Gaben beliefen sich auf 8200 Thlr.
wozu Hr. v. Dierg ardt 5000 Thlr. beitrug. Die Anstalt hat ein
Haus und 2000 Thlr. Vermögen, sie nimmt Kranke aller Konfessionen
auf, ist ein selbstständiges Kommunal-Institut und die Pflege der
Kranken den barmherzigen Schwestern aus dem Neußer Mutterhause
anvertraut.