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führen, als auch insbesondere Oesterreichs und Ungarns Erzeugnissen den Weg zu neuen
Absatzquellen zu bahnen, und wir sind der Ueberzeugung, dass sich die Fruchte bald zeigen
werden, wenn wir ungestört bleiben.«
Endlich bemerkte der Bericht: »Ziehen Sie gefälligst in Betracht, dass wir von Linz bis
Trapezunt fahren; dass wir überall Etablissements a niegen mussten, weil wir auf vielen Plätzen
nicht einmal Menschen antrafen und auf solche Schwierigkeiten stiessen, dass wir, wie wir es
Ihnen offen gestehen, oft selbst zweifelten, ob wir sie überwinden würden. Sie sind nun endlich
überwunden, auf einem Strome, der so wichtig und doch so vernachlässigt ist: unser Geschäft
ist auf einen Grad gediehen, dass wir einer neu entstehenden Concurrenz ziemlich muthig ent
gegengehen, sie, wo nicht ganz beseitigen, doch wenigstens unschädlich machen könnten, damit
uns nicht im Augenblicke, wo wir uns fast am Ziele glaubten, die Früchte unserer Anstrengun
gen durch einen Dritten entrissen werden. «
Auf diese Gründe gestützt, forderte die Administration die Generalversammlung auf,
ein für alle Mal zu erklären, dass in Zukunft so viele Schiffe gebaut werden sollen, als es
das Bedürfhiss erheischen werde; und die Generalversammlung erhob diesen Antrag einstimmig
zum Beschlüsse.
Damit war der einzig richtige Schritt geschehen, um den Wünschen des Staates,
wie dem Bedürfnisse des Publikums jederzeit entsprechen und zugleich denjenigen, welche die
Unzulänglichkeit der Betriebsmittel tadelnd hervorhoben, begegnen zu können. An der Mög
lichkeit der Beschaffung der hiezu erforderlichen Geldmittel konnte nicht gezweifelt werden;
denn eine Gesellschaft, die im Laufe von zehn Jahren aus sich selbst heraus ihr Anlagecapital
successive von 100.000 fl. auf 3,000.000 fl. C. M. gebracht, besass nicht allein die
Kraft, weit höheren Anforderungen zu genügen, sondern durfte auch auf das willigste Ent
gegenkommen des Geldmarktes zählen. Hierin die Wahl zu treffen und Plan und System in die
Geldbeschaffung zu bringen, um auch die Gunst der Zeitverhältnisse ausnützen zu können, war
Aufgabe der Administration, die sich derselben im Vereine mit dem von der Generalversamm
lung eingesetzten Ausschüsse in den folgenden Jahren unterzog.
Die Wirkung blieb auch nicht aus; es schwanden die Besorgnisse in den Kreisen der
Actionäre, und Selbstvertrauen fasste Wurzel ; zumal wies das Jahr 1840 trotz nachtheiliger
Zeitverhältnisse und einer schweren Beschädigung, welche der neu ausgerüstete »Seri-Pervas <
durch Schiffbruch im Sturme erlitten, günstigere Betriebsergebnisse aus, als sie das Jahr 1830
geliefert hatte. Auch die Coucurrenzlust erlahmte, und verfielen deren Bestrebungen einem
baldigen Siechthume.
Um so entschiedener konnte sich nun die Verwaltung der bereits im Zuge befindlichen
Deform der gesellschaftlichen Statuten zuwenden, die allerdings dringend der Revision bedurften,
da sie, noch aus der Zeit der Kindheit des Actienwesens in Oesterreich stammend und jeglicher
Erfahrung im Betriebe der Dampfschiffahrt ermangelnd, den geänderten Zeitverhältnissen nicht
mehr entsprachen. Wesentliche Abänderungen waren beantragt, die selbstverständlich der Geneh
migung der Regierung bedurften
Aber auch die Regierung hatte inzwischen Anlass gefunden, sich mit den Angelegen
heiten der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zu befassen. Mit dem allmäligen Hervortreten
grosser Actieugesellschäften hatte sich in ihrem Schosse jener Umschwung der Ansichten über
das Verbaltuiss der Privatvereine zur Staatsverwaltung vollzögen, welcher in dem auf Grund