Aufbewahrung. Bemerkungen für die Praxis ax
Exzerpte aus besonders gepflegten Teilen des großen wis-
senschaftlichen Arbeitsfeldes bietet. Das älteste Beispiel
eines solchen Sammelschrankes bietet uns wohl der öfters
genannte Vinzenz Placceius mit der ausführlichen Beschrei-
bung der „Arca studiorum“ eines Anonymus, die er dann
zu einem großen „Secrinium litteratum“ vervollkommnete‘).
4. Wieder andere suchen die modernsten Erfindungen
der Neuzeit auch im Dienste der Wissenschaft nutzbar zu
verwenden. Die Anschaffung der bequemen und prak-
tischen Zettelkasten oder Kartotheken erfordert zwar
einen etwas größeren Aufwand von Mitteln. Sie läßt sich
aber in den meisten Fällen doch wohl ermöglichen, und
wer sich mit diesem ganz modernen Kartensystem befreundet
hat, wird es auch für wissenschaftliche Kollektaneen sehr
brauchbar finden.
Auch für diesen Zweck der Aufbewahrung von Kollektaneenzetteln
haben sich .die Selbstöffner-Kartotheken der genannten Firma August
Finkenrath Söhne in Barmen als recht praktisch bewährt.
54. Bemerkungen für die Praxis. Es erübrigt
nur noch, einige kleinere Bemerkungen für die Praxis
beizufügen.
1. Man sorge zunächst stets für einen guten Vorrat
von gleich großen und gut beschnittenen Zetteln
oder Karten. Da ein scharf‘ geschnittener glatter Rand
für die Aufbewahrung wünschenswert ist, so empfiehlt es
sich, die Zettel aus der Fabrik zu beziehen oder mittelst
einer Schneidemaschine herstellen zu lassen. Die freien
Zettel: müssen ihren bestimmten, leicht erreichbaren Platz
auf dem Studiertisch haben. Für Bibliotheksbesuche,
Studienreisen und ähnliche Gelegenheiten kann man die
nötige Zahl von Zetteln in einem Notizbuch oder zwi-
schen zwei schützenden Kartons, die mit einem Gummi-
band zusammengehalten werden, leicht mitnehmen.
2, Die Aufzeichnungen mache man nicht mit dem ge-
wöhnlichen Bleistift, sondern entweder mit Tinte oder
') Vinz. Placcius, De arte excerpendi c. 2 sectio 10 p. 121—59.
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