Full text : Das Finanzsystem des deutschen Reiches in politischer und wirtschaftlicher Beziehung

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über  bie  (Srwtbgüge  ber  ¿Reid)sfinan3toirt[chaft  aufguüören,  nidjt
roiebergeben  iönrten.
Die  $aupt3Üge  ber  ©efetje  finb  bte  folgertben:
©rjtlid)  toirb  unterfdjieben  3toi[d)en:
a)  lanbtoirt[d)aftlichen  ¿Brennereien,  bas  [mb  foldje,  bte
ihre  ¿Rebenprobuíte  in  eigenem  fianbroirtfchaftsbetriebe  nermenben
unb  nur  mehlige  ¿Rohftoffe  oerarb  eiten;
b)  ¿Dlaterialbrennereien,  bie  nur  nid^tmef)Iige  Stoffe,  aufter
¿6lela[[e,  ¿Rüben  unb  ¿Rübenjaft  brennen;
c)  gewerbliche  ¿Brennereien,  3U  benen  alle  übrigen  gehören,
bie  nicht  unter  a)  unb  b)  fallen.
Die  ¿Branntweinsteuer  felbft  3erfäIIt  in  3  b^m.  5  Unterarten:
1.  bie  ¿Berbrauchsabgabe  non  0,50  ¿61.  für  jebes  fitter  reinen
2IlïoÎ)oIs  unter,  ober  0,70  SDZ.  oon  jebem  fitter  reinen  Sllïoijols
über  bem  ^ahresiontingent,  welkes  gleid)  4,5  fitter  auf  ben  Äopf
ber  ¿Reichsbeoölierung  abgüglich  3  fiiter  für  jeben  5topf  ber  fübheutigen
  ¿Beoölierung  feftgeje^t  ift.
Die[e  ¿Bestimmungen  (©e[et}  00m  16.  ^uni  1895  unb  24.3uni
1887)  jinb  im  ein3elnen  toieber  oon  äufeerft  iompl^ierter  ¿Be[d)affenheit.
  Das  für  unjeren  3wed  wesentlichste  ift  aber  3U  ionftatieren,  bafj
aus  biefer  Differen3  oon  20  ¿ßfg.  für  ben  fiiter  reinen  ¿Hlíohols
fid)  ein  profit  oon  ca.  45  Millionen  SCRarï  ergibt  für  bie  Xafdjen
ber  ¿Branntweinbrenner,  meiner  ber  ¿ReidjslaSfe  einfach  oer=Ioren
  geht.
Die  lanbtoirtf^aftlidjen  ¿Brennereien  3ahlen  aufter  ber  erwähnten
  ¿Berbraud)sabgabe  nod):
2.  bie  fogenannte  9Jtai[c^bottidf)fteuer,  oon  1,31  ¿61.  pro  $>eH
toliter  ¿Rauminhalt  ber  ¿ölaifchgefäfte  unb  für  jebe  ©inmaijdjung.
Diejer  Sah  ermäßigt  |i^  für  Heinere  ¿Betriebe.
3.  2Birb  oon  gewerblichen  unb  ¿6!ela[[ebrennereien  ein  3 U *
Schlag  3ur  ¿Berbrauchsabgabe  oon  20  ¿61.  pro  5>eitoItter  reinen
¿ttlíoljols  erhoben,  ebenfalls  mit  getoiffen  ©rma^igungen.
4.  ©ibt  es  eine  ¿¿Raterialjteuer,  bie  biejenigen  ¿Brennereien
fahlen,  welche  Xreber,  JObft,  ¿Beerenfrüdjte  ufro.  oerarbeiten.
5.  Unterliegen  [amtliche  ¿Brennereien,  bie  im  3al)re  mehr  als
300  ^eltoliter  reinen  ¿Hlíohols  er3eugen,  f^íie^íid)  aud)  ber  foge=4*

            
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