32
Badajoz — Baden.
Santa Maria, Flores und Corvo, hat 2388
qkm (43 OM.)'mit (ms) 264,352 Einw.
Hauptcrporte: Wein, Branntwein, Oran
gen, Getreide, Hülsenfrüchte, Salzfleisch,
Färbermoos, Öl,Käse,Orscillc,Leinwand.
Die Inseln liegen sehr günstig für die
Proviantierung von Schiffen. Gute Ree
den , wo Schiffe ohne Gefahr ankern kön
nen, sind Horta und San Miguel
(s. d.). Die A. gehören zuin Weltpostverein.
Badajoz (spr. wàchàds), Hauptstadt
der gleichnamigen span.Proving, am Gua
diana und der Bahn Madrid - Lissabon;
(1877) 22,965 Einw. Deutsches Konsulat
für die Provinz B.; Fabriken für Leder,
Hüte, Fayence.
Baden, Großherzogtnm und der
Größe nach vierter Staat des Dentschen
Reichs; 15,084 qkm (279,oa QM.) mit
(isso) 1,570,189 Einw., dagegen 1875:
1,507,179 (958,916 Katholiken, 517,861
Protestanten, 26,492Jsraelitenrc.). 1879
wanderten 1622 Personen aus.—Bon dem
Gesamtareal sind 43 Proz. Acker und Gar
ten, 15 Proz. Wiesen und Weiden, 38
Proz. Forst. Dem Ackerbau gewidmet
waren 1878: 597,901 ha, davon 310,264
dem Getreide (auch Spelz), 84,910 ha den
Kartoffeln. Bon Handelögewächsen wird
namentlich Tabak (Pfälzer) gebaut (1879
auf 5515 ha 7943 Ton.), dann Hanf
(6104 ha), Hopfen (2402 ha). Mit Wein
(Affenthaler, Zeller. Markgräfler, Gren-
zacher) waren 20,508 ha bepflanzt (Er
trag vom Hektar 1878:22,2, aber 1879 nur
7, ¡ìli). Die Forsten liefern jährlich 1 Mill.
Klaftern Holz, wovon ein Drittel nach Hol
land,Frankreich rc. geht. B i e h st a n d 1878:
648,782 Dtmbcr, 65,760 #rbe, 137,658
Schafe unb (ma) 272,333 Schweine. Es
bestehen ein Landesgcstüt und ein Land-
wirtschafll. Verein zu Karlsruhe. Berg
bau wird wenig betrieben; die Summe
aller Bergwerksprodnkte (Steinkohle und
Zinkerze) betrug 1879: 9362Ton. (99,635
Mk.); die Salinen ergaben 28,263 T.
(851,207 m.). —^3» bufiti e
hat einen bedeutenden Aufschwung genom
men; 1875 zählte man 105,030 Haupt
betriebe mit 235,779 Personen; 1879 be
trug die Zahl der feststehenden Dampfkes
sel 1109. Jndustrieplätze sind nament
lich: Mannheim, Pforzheim, Karlsruhe,
0.
Lahr, Lörrach unb Konstanz ; Hauptzwcigc :
Baumwollspinnerei unb -Weberei, Bijou
terie-, Papier-, Glas- und Tabakfabrika
tion, Verfertigung von Schwarzwäldcr
Uhren, Bierbrauerei (1879: 1,085,000
hl) rc. Der Wert der verarbeiteten Roh
stoffe wird zu 30—36 Mill. Mk., der ge
lieferten Fabrikate zu 50—60 Mill. Mk.
geschaßt. — Der Handel wird gefördert
durch Rhein, Neckar, Bodensee und Eisen
bahnen. Wichtigster Handelsplatz ist
Mannheim (s. d.), dann die obengenannten
Städte. Die Landstraßen hatten Ende 1875
eine Länge von 3659 km, die Eisenbahnen
1880 von 1313 km, davon 1101 km
Staatsbahnen, die 1879 eine Einnahme
von 28 Mill., eine Ausgabe von 17,i
Mill. Mk. hatten. — Konsulate unter
halten : Argentinien, Belgien, Brasilien,
Frankreich, Griechenland, Italien, Nie
derlande, Österreich, Portugal, Türkei,
Venezuela, Vereinigte Staaten; von deut
schen Staaten: Bayern und Württemberg.
— Staatshaushalt. In den letzten
30 Jahren hat B. für Zehntablösungen
28, Beseitigung andrer Fundallastcn 10,
Rhcinkorrektion 24 Mill. Mk. verausgabt.
Das steuerbare Kapital wurde 1875 auf
2605,8 Mill. Mk. geschätzt, das steuerfreie
Kapital deö Staats auf 56,5 Mill. Mk. —
Die Budgets sind zweijährig; nach dem von
1881 ergaben die Einnahmen 39,224,080
Mk., die Ausgaben 37,615,513 Mk. Die
Spceialctats für die aus dem Staatsbud
get ausgeschiedenen Verwaltungözweigc
ergaben 1881: Eisenbahnbetriebsverwal-
tnng: Einnahmen 36,977,199, Ausga
ben 25,563,631 Mk., Eisenbahnschnlden-
tilgungskommission 32,417,228 gegen
29,969,521 Mk., die Bodenscedampfschiss-
319,500 gcgm 283,148 m., ^11=
ertrag der Neckarbahn 467,880 u. Ausgabe
der Eisenbahnvcrwaltung 6,849,159 'Mk.