Full text: Lexikon der Handelsgeographie

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Badajoz — Baden. 
Santa Maria, Flores und Corvo, hat 2388 
qkm (43 OM.)'mit (ms) 264,352 Einw. 
Hauptcrporte: Wein, Branntwein, Oran 
gen, Getreide, Hülsenfrüchte, Salzfleisch, 
Färbermoos, Öl,Käse,Orscillc,Leinwand. 
Die Inseln liegen sehr günstig für die 
Proviantierung von Schiffen. Gute Ree 
den , wo Schiffe ohne Gefahr ankern kön 
nen, sind Horta und San Miguel 
(s. d.). Die A. gehören zuin Weltpostverein. 
Badajoz (spr. wàchàds), Hauptstadt 
der gleichnamigen span.Proving, am Gua 
diana und der Bahn Madrid - Lissabon; 
(1877) 22,965 Einw. Deutsches Konsulat 
für die Provinz B.; Fabriken für Leder, 
Hüte, Fayence. 
Baden, Großherzogtnm und der 
Größe nach vierter Staat des Dentschen 
Reichs; 15,084 qkm (279,oa QM.) mit 
(isso) 1,570,189 Einw., dagegen 1875: 
1,507,179 (958,916 Katholiken, 517,861 
Protestanten, 26,492Jsraelitenrc.). 1879 
wanderten 1622 Personen aus.—Bon dem 
Gesamtareal sind 43 Proz. Acker und Gar 
ten, 15 Proz. Wiesen und Weiden, 38 
Proz. Forst. Dem Ackerbau gewidmet 
waren 1878: 597,901 ha, davon 310,264 
dem Getreide (auch Spelz), 84,910 ha den 
Kartoffeln. Bon Handelögewächsen wird 
namentlich Tabak (Pfälzer) gebaut (1879 
auf 5515 ha 7943 Ton.), dann Hanf 
(6104 ha), Hopfen (2402 ha). Mit Wein 
(Affenthaler, Zeller. Markgräfler, Gren- 
zacher) waren 20,508 ha bepflanzt (Er 
trag vom Hektar 1878:22,2, aber 1879 nur 
7, ¡ìli). Die Forsten liefern jährlich 1 Mill. 
Klaftern Holz, wovon ein Drittel nach Hol 
land,Frankreich rc. geht. B i e h st a n d 1878: 
648,782 Dtmbcr, 65,760 #rbe, 137,658 
Schafe unb (ma) 272,333 Schweine. Es 
bestehen ein Landesgcstüt und ein Land- 
wirtschafll. Verein zu Karlsruhe. Berg 
bau wird wenig betrieben; die Summe 
aller Bergwerksprodnkte (Steinkohle und 
Zinkerze) betrug 1879: 9362Ton. (99,635 
Mk.); die Salinen ergaben 28,263 T. 
(851,207 m.). —^3» bufiti e 
hat einen bedeutenden Aufschwung genom 
men; 1875 zählte man 105,030 Haupt 
betriebe mit 235,779 Personen; 1879 be 
trug die Zahl der feststehenden Dampfkes 
sel 1109. Jndustrieplätze sind nament 
lich: Mannheim, Pforzheim, Karlsruhe, 
0. 
Lahr, Lörrach unb Konstanz ; Hauptzwcigc : 
Baumwollspinnerei unb -Weberei, Bijou 
terie-, Papier-, Glas- und Tabakfabrika 
tion, Verfertigung von Schwarzwäldcr 
Uhren, Bierbrauerei (1879: 1,085,000 
hl) rc. Der Wert der verarbeiteten Roh 
stoffe wird zu 30—36 Mill. Mk., der ge 
lieferten Fabrikate zu 50—60 Mill. Mk. 
geschaßt. — Der Handel wird gefördert 
durch Rhein, Neckar, Bodensee und Eisen 
bahnen. Wichtigster Handelsplatz ist 
Mannheim (s. d.), dann die obengenannten 
Städte. Die Landstraßen hatten Ende 1875 
eine Länge von 3659 km, die Eisenbahnen 
1880 von 1313 km, davon 1101 km 
Staatsbahnen, die 1879 eine Einnahme 
von 28 Mill., eine Ausgabe von 17,i 
Mill. Mk. hatten. — Konsulate unter 
halten : Argentinien, Belgien, Brasilien, 
Frankreich, Griechenland, Italien, Nie 
derlande, Österreich, Portugal, Türkei, 
Venezuela, Vereinigte Staaten; von deut 
schen Staaten: Bayern und Württemberg. 
— Staatshaushalt. In den letzten 
30 Jahren hat B. für Zehntablösungen 
28, Beseitigung andrer Fundallastcn 10, 
Rhcinkorrektion 24 Mill. Mk. verausgabt. 
Das steuerbare Kapital wurde 1875 auf 
2605,8 Mill. Mk. geschätzt, das steuerfreie 
Kapital deö Staats auf 56,5 Mill. Mk. — 
Die Budgets sind zweijährig; nach dem von 
1881 ergaben die Einnahmen 39,224,080 
Mk., die Ausgaben 37,615,513 Mk. Die 
Spceialctats für die aus dem Staatsbud 
get ausgeschiedenen Verwaltungözweigc 
ergaben 1881: Eisenbahnbetriebsverwal- 
tnng: Einnahmen 36,977,199, Ausga 
ben 25,563,631 Mk., Eisenbahnschnlden- 
tilgungskommission 32,417,228 gegen 
29,969,521 Mk., die Bodenscedampfschiss- 
319,500 gcgm 283,148 m., ^11= 
ertrag der Neckarbahn 467,880 u. Ausgabe 
der Eisenbahnvcrwaltung 6,849,159 'Mk.
	        
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