Full text: Laienbrevier der National-Ökonomie

80 
6. Kapitel 
Schließlich kommt ein Händler in die Gegend. Gr 
kennt nicht nur den einen, sondern alle Märkte, auch 
in entlegeneren Ländern. Gr sieht den Vorrat von Cuchen 
und Pickäxten und erinnert sich, daß in einer Gold 
gräbersiedlung im Hochgebirge Mangel an beiden 
herrscht. Nun beginnt des klustausch, der lveber und 
der Schmied bekommen für ihre Waren Gold und 
finden, wie sie ersteres zu Markte bringen, daß sie 
jetzt für 3 m Tuch oder 3 Äxte schon so viel Lebens 
mittel und Bedarfsartikel eintauschen können, wie 
früher für das doppelte. Sie bekommen auch Mut, 
mehr zu produzieren, da sie mehr klbsatz finden für 
den Fleiß ihrer Hände, und sie übertragen dem Händ 
ler auch noch den Einkauf auf dem Markte, denn die 
ersparten 2 Tage, die sie für den weg verwenden 
müßten, bedeuten für sie weitere 4 m Tuch oder 4 Äxte, 
also wachsenden Wohlstand, selbst wenn sie dem 
Händler die Hälfte des Ertrages abzugeben genötigt 
wären. 
Dabei ist es keineswegs einerlei, ob der Tausch 
ein guter oder schlechter ist, ob der Schmied für 
ein Messer ein oder zwei Stücf Brot erhält. Man 
vergesse doch nie, daß die Herstellung der Eisenwaren 
für den Mann nicht Selbstzweck ist, sondern daß er sich 
dadurch Nahrung und Kleidung erarbeiten will. 
Der wahre wert seiner Messer, Äxte usw. besteht also 
nicht in ihrer klnzahl, sondern in den Subsistenz- 
einheiten, die darin enthalten sind. Repräsentierte 
vor Eingreifen des Händlers ins Wirtschaftsleben des 
Schmiedes eine Ñxt eine Subsistenzeinheit, so hatte er 
bei 10 vorrätigen Äxten 10 Subsistenzeinheiten im ver 
mögen. Gelingt es dagegen dem Händler durch klufsuchen 
besserer Tauschgelegenheit, dem Schmied für eine klxt 2
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.