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5. Kapitel
aus einwandfrei durch eine Zahl, einen Geldwert, aus
drücken.
Der funge Geiger würde vielleicht gern 50 Mark
für eine Violine ausgeben, und die Näherin das
selbe für eine Nähmaschine, aber beide haben nur
je 10 Mark im Portemonnaie. N)ohl hat letztere
die hübsche Geige, aber ginge sie damit zum Näh
maschinenhändler, um eine Maschine dafür einzu
tauschen, so würde er sie einfach auslachen, und
wenn sie einmal ihre Brotrechnung damit, selbst in
Höhe eines viel geringeren Preises, würde begleichen
wollen, würde der Bäcker bedauernd die Achseln zucken.
Genau so würde es dem jungen Geiger in seinem
Falle mit der Nähmaschine gehen.
Schließlich gehen sie zu einem Trödler, d. h. zu
einer beiden Teilen bekannten Stelle, wo sich Ange
bot und Nachfrage in derlei Zachen zu treffen pflegen
und bieten ihm die Dinge zum verkauf an. Je nach
dem dieser nun die Möglichkeit abschätzt, sie wieder
an den Mann zu bringen, wird er dafür bezahlen,
d. h. wird er diese Dinge seinem Napitalbestand ein
fügen, und selbst wenn er den Betreffenden nur 20 Mark
für ihre Gegenstände bezahlt und sie wieder zu
30 Mark verkauft, wird sich das Volksvermögen durch
diese Mittelhand wie folgt vermehrt haben:
1. Stand des Vermögens vor Kauf und Verkauf:
Geiger 10 M. bar und 1 Nähmaschine, für ihn wertlos,
also 0 M. zusammen 10 TU. ; Näherin 10 M. bar
und 1 Geige, für sie wertlos, also 0 M. zusammen
10 M.
Trödler 40 M. bar, die er für Nähmaschine und
Geige geben würde, wenn man sie ihm brächte. Ver
mögensstand zusammen 60 M.